Wacheorden in Gold für Generalmajor Ernst Frost

Wachkompanie startet im „Ratskeller“ und feiert bei „Kempermann“

Im Rahmen des Rockappells ehrte die Wache verdiente und langjährige Mitglieder. - Foto: jb

Wildeshausen -  Traditionell veranstaltet die Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde am Sonnabend vor dem ersten Advent ihren Rockappell. Da aber der bisherige Veranstaltungsort, das „Restaurant Wolters“ in der Kreisstadt, mittlerweile abgerissen wurde, feierte die Wache am Wochenende erstmalig im „Gasthaus Kempermann“ in Großenkneten mit geladenen Gästen.

Wie es sich für Mitglieder der Schützengilde gehört, starteten sie aber in gemütlicher Runde im Wildeshauser „Ratskeller“, um dann dreimal den Brunnen auf dem Marktplatz zu umrunden. Danach richtete der Hauptmann der Wache, Detlev Hohn, einige Worte an das Offizierskorps, an die Wachkompanie sowie an die Gäste, zu denen König Lars Kröger und Schaffer Michael Rüdebusch gehörten.

Hohn ging auf die Bedeutung des Rathauses für die Stadt und die Gilde ein: „Im Jahr 1270 erbaut, war es von jeher eine Hochburg der städtischen Selbstbestimmung“, so der Hauptmann. Es sei in vielfacher Hinsicht genutzt worden: für Ratsversammlungen, Feiern, als Bürogebäude, als Markthalle und im Keller sogar als Viehstall und Wachlokal für Soldaten.

„Die wichtigste Aufgabe erfüllt unser Rathaus jedoch mittlerweile in der Zeit zu Pfingsten. Es dient als Quartier für Offiziere und Wache, bietet den Saal für Feierlichkeiten während des Gildefestes, aber auch am Himmelfahrtstag und für das Schaffermahl. Ohne diese Veranstaltungen in diesem, unserem altehrwürdigen Rathaus ist ein kulturelles Leben in unserer Stadt einfach nicht vorstellbar“, betonte Hohn.

Anschließend setzte sich der Zug mit den Tambouren an der Spitze in Richtung Bahnhof in Bewegung, um mit dem Bus nach Großenkneten zu fahren.

Der Rockappell wurde in diesem Jahr von Oberst Willi Meyer und Hohn überaus humorvoll durchgeführt. Trotz einiger Wachesoldaten, die sich offensichtlich auf einen harten Winter vorbereiten und deshalb nicht ganz der Kleiderordnung entsprachen, meldete Meyer dem Generalder Schützengilde, Jens Kuraschinski, einen „perfekten Zustand“ der Wachkompanie und folgerte daraus: „Das nächste Gildefest kann kommen.“

„Sein letztes Dienstjahr war sehr außergewöhnlich“

Bevor die Feier mit 147 Gästen richtig Fahrt aufnahm, gab es noch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen: Den Wacheorden in Gold erhielt Generalmajor Ernst Frost, der sich schon als Hauptmann der Wache von 1988 bis 1992 bei der Wachkompanie wohl gefühlt hatte. „Sein letztes Dienstjahr war sehr außergewöhnlich, da er als Major das Amt Hauptmann der Wache noch zusätzlich ein Jahr ausüben durfte“, so Meyer, der zudem Oberstleutnant Siegbert Schmidt mit dem Wacheorden in Silber auszeichnete. „Siegbert hat sich in den vergangenen Jahren immer für die Wache stark gemacht. Während des Gildefestes ist er immer für die Wachkompanie ein wertvoller Ansprechpartner im Rathaus“, lobte Meyer.

Folgende weitere Ehrungen gab es in diesem Jahr: Verdienstorden in Silber: Stabsunteroffizier Heiner Beckmann (seit 1986 Wachemitglied), Verdienstorden in Bronze: Stabsunteroffizier Helmut Niester, Vize-Feldwebel Udo Weiselowski, Ehrenorden in Silber: Stabssergeant Ludger Hogeback (40 Jahre Wachemitglied), Wacheorden in Silber: Tambour Klaus Poppe, Matthias Lenz (beide zehn Jahre Mitglied im Tambourkorps), Obergefreiter Philipp Hogeback, Obergefreiter Elmar Coert (beide zehn Jahre Mitglied der Wache). 

dr

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