Junger Mann wegen diverser Taten vor Gericht

Vorwurf: 13-Jährige sexuell genötigt

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WIldeshausen - Wegen mehrerer Straftaten muss sich seit Mittwoch ein Heranwachsender vor dem Jugend-Schöffengericht Wildeshausen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann unter anderem sexuelle Nötigung, Erpressung, Körperverletzung, Fahren ohne Führerschein und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Das Gericht ist allerdings noch zu keinem Urteil gekommen, weil die Zeugenbefragung nicht abgeschlossen werden konnte. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.

Der Angeklagte soll am 26. Mai hinter dem Steuer eines Autos sitzend mit seinen Kumpels eine Spritztour durch die Gemeinde Großenkneten gemacht haben. Als die Freunde in eine Verkehrskontrolle der Polizei gerieten, stellte sich heraus, dass der Beschuldigte nicht im Besitz eines Führerscheins ist und zudem unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabis gefahren war. Sein Anwalt bestätigte in seinem Namen diesen Vorwurf am Mittwoch, und stempelte den Vorfall als „dummen Jugendstreich“ ab.

Außerdem soll es während des vergangenen Gildefestes zu einer handfesten Auseinandersetzung mit dem Sicherheitsdienst und der Polizei gekommen sein. So soll der Heranwachsende unter anderem einem Wachmann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Als die Beamten den Angeklagten unter Kontrolle bringen wollten, soll sich dieser massiv gewehrt haben. Er soll unter anderem mit Beleidigungen wie „Hurensöhne“ und „Scheiß- Bullen“ um sich geworfen haben. Auch diesen Vorwurf bestätigte sein Verteidiger stellvertretend für ihn.

Die mit Abstand schlimmste der vielen Straftaten stritt der junge Mann jedoch strikt ab. Er soll in der Zeit vom 26. Mai bis 9. November mehrfach junge Mädchen sexuell genötigt haben. So soll der Beschuldigte unter anderem nach einer Party im Wildeshauser Jugendzentrum eine 13-Jährige nach draußen begleitet, sie zu Fall gebracht und dann seinen Penis an ihr Gesicht gedrückt haben – obwohl das Mädchen starke Gegenwehr leistete. Ähnliches soll er mit einer 14-Jährigen an der Konzertmuschel an der Burgwiese getan haben. 

Nach kurzer Zeit soll der Heranwachsende erneut auf sein zweites Opfer getroffen sein. „Er hat ihr angedroht, dass er dasselbe noch einmal tun werde, wenn sie ihm kein Geld gibt“, lautete die Anklage. Daraufhin soll das Mädchen die Bankkarte der Eltern gestohlen und Geld abgehoben haben. Doch damit nicht genug: Auch im Anschluss soll der Angeklagte die 14-Jährige immer wieder aufgesucht haben, um weitere Geldforderungen zu äußern. Insgesamt soll sie ihm 100 Euro übergeben haben.

Um sowohl die minderjährigen Opfer als auch den Angeklagten zu schützen, wurde das Verfahren unter Aufschluss der Öffentlichkeit fortgeführt. - lo

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