Nach Vorwürfen aus der CDU

Vorstand der Tierschutzgruppe wehrt sich

Ehemaliger Stall in Hanstedt: Das Gebäude soll zu einem Tierhaus umgebaut werden. Archivfoto: dr
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Ehemaliger Stall in Hanstedt: Das Gebäude soll zu einem Tierhaus umgebaut werden. Archivfoto: dr

Wildeshausen – Die Tierschutzgruppe (TSG) Oldenburg Land wehrt sich gegen Kritik vonseiten der Wildeshauser CDU.

Im Interview mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sasse in der Wildeshauser Zeitung zum Thema Tierhausbau der TSG in Hanstedt werde der Eindruck erweckt, dass es bei der Vergabe der Fördermittel in Höhe von 60.000 Euro an die TSG nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, kritisiert der Verein. „Das wollen und können wir so nicht stehen lassen.“

In einer Stellungnahme betont die TSG, dass im Verwaltungsausschuss und im Rat der Stadt Wildeshausen eine eindeutige demokratische Willenserklärung der Politik erfolgte. „Bis auf manche Stimmen der FDP und alle der CDU erhielt der Antrag volle Zustimmung. Als Verein haben wir von der Stadt eine Förderung zum Umbau eines ehemaligen Schweinstalles in Hanstedt erhalten“, so Anne Grafe, Claudia Heick und Edith Kaminski vom Vorstand. „Sasse unterstellt in dem Interview der Stadtverwaltung, die Rechtssicherheit nicht überprüft zu haben. Auch wurde über das private Gebäude und die Pacht spekuliert. Das aber steht alles in den Förderrichtlinien, und unsere Maßnahme geht damit konform. Es macht Sinn, sich korrekt zu informieren, bevor man in der Öffentlichkeit solche Äußerungen macht.“

„Sasses Objektivität darf auch beim nächsten Punkt infrage gestellt werden, denn es ist ein ehemaliger CDU-Mann, mit dem wir den Pachtvertrag abgeschlossen haben“, schreibt die Tierschutzgruppe. „Herr Sasse ist der Meinung, dass sich dieser auf diesem Wege über öffentliche Mittel bereichert. Der Verpächter erhält jedoch erst nach Fertigstellung des Objektes eine Pacht, die mit 1,65 Euro pro Quadratmeter im unteren Bereich des Üblichen liegt.“

Tierschützer: Nachbarn haben dem Projekt zugestimmt

Auch um die Anlieger müsse sich Sasse keine Sorgen machen. Alle im vorgegebenen Radius um das geplante Tierhaus hätten nachweislich mit ihrer Unterschrift dem Projekt zugestimmt. „Sie können sicher sein, dass wir, wenn etwas beim geplanten Umbau nicht den Richtlinien entspräche, vom Landkreis Oldenburg keine Baugenehmigung erhalten hätten“, betont die Tierschutzgruppe, die deutlich macht, dass sie Sasses Äußerungen zum Ausschreibungsverfahren der Fundtierverträge in diesem Zusammenhang nicht versteht. „Wir haben die Förderung nicht für die Unterbringung von Fundtieren erhalten. Und warum sollten Vereine, die nicht in Wildeshausen ansässig sind, eine Förderung erhalten? Hinzu kommt, dass es beim angeführten Tierheim in Bergedorf nicht um einen gemeinnützigen Verein, sondern um einen gewerblichen Betrieb geht.“

Angemerkt sei auch, dass die TSG seit „gefühlten Ewigkeiten“ um den Bau dieses Tierhauses kämpfe. „Es wäre schön, wenn sich Sasse daran orientieren würde, was Fakt und was eingefärbte Spekulation ist. Unsere Bitte an alle, die uns gewogen sind: Lassen Sie sich nicht irritieren: Wir sind ein Verein, der sicher nicht das Ziel hat auf unredlichem Wege irgendjemanden reich zu machen. Unser Anliegen ist und war es immer, Tieren zu helfen, denn wir sind ein Tierschutzverein“, heißt es vom Vorstand der TSG.

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