Vorfreude auf das dritte neue Haus in Delmenhorst

Diakonie Himmelsthür startet mit Neubau im Stadtsüden

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Bewohnervertreterin Marion Ellerbrock, Wohnbereichsleiterin Ines Gutsmann, Diakonie-Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde, Bauleiter Werner Hagelmann und Architekt Florian Hanne (von links) griffen zu den Spaten.

Delmenhorst - Ziemlich genau ein Jahr nach dem Baubeginn zweier neuer Wohnhäuser in Delmenhorst-Bungerhof hat die Diakonie Himmelsthür nun mit einem weiteren Neubauprojekt im Süden der kreisfreien Stadt begonnen. Das neue Haus an der Amundsenstraße wird Platz für 14 Menschen mit hohem Unterstützungs- und Pflegebedarf bieten. Es wird barrierefrei auf zwei Stockwerken gebaut, teilte die Diakonie mit.

Mit Ines Gutsmann steht die zukünftige Wohnbereichsleiterin schon fest. Sie erläutert: „Im Erdgeschoss haben wir eine Sechser-Wohngemeinschaft und zwei in sich geschlossene Einzelappartements mit je eigenem Eingang, eigener Küche und eigenem Bad geplant. Im Obergeschoss wird eine zweite Sechser-WG sein.“ In den WGs teilten sich je zwei Personen ein Bad, zudem gebe es im Erdgeschoss ein Pflegebad. Es sei ein sehr großer Wohn- und Essbereich vorgesehen, von dem aus man in den Garten gelange. Vom Obergeschoss habe man einen Zugang zur Dachterrasse.

Gutsmann leitet zurzeit neben dem Wohnverbund Delmenhorst-Düsternort noch einen Wohnbereich auf dem Zentralgelände der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen. Sie weiß, wie wichtig die Umzüge für die Bewohner sind: „Die neuen Wohnprojekte bieten nicht nur räumlich, sondern auch hinsichtlich der Lebensqualität eine deutliche Verbesserung. Die Unterstützungsleistungen erfolgen personenzentriert anhand des bestehenden Bedarfs. Alle Umzüge werden sorgfältig und lange im Voraus mit den Menschen und ihren gesetzlichen Betreuern vorbereitet.“

Sozialraum biete alles, was benötigt wird

Das Wohnumfeld an der Amundsenstraße stelle sich ruhig dar und sei eingebunden in ein Wohngebiet mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Der Sozialraum biete alles, was benötigt werde. Durch den Wohnverbund Delmenhorst gebe es bereits bestehende Kontakte und Kooperationspartner im Sozialraum.

„Für uns bedeutet dieses neue Wohnprojekt einen weiteren wichtigen Schritt auf unserem Weg der Inklusion. Wir gehen an immer neue Standorte, in neue Städte, Dörfer und Samtgemeinden“, sagt der Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür, Jörg Arendt-Uhde. „Wir verlassen Stück für Stück unser Zentralgelände in Wildeshausen. Bis zum Jahr 2023 möchten wir insgesamt mehr als 240 neue, moderne Wohnangebote schaffen. Davon ist die Amundsenstraße ein kleiner, aber sehr wichtiger Teil, mit dem wir wieder zeigen: Hier sind wir, und zwar mittendrin“, ergänzt er.

Marion Ellerbrock, die Vorsitzende der Bewohnervertretung der Diakonie Himmelsthür, fasst zusammen: „Wir finden es super, dass auch Personen, die viel Hilfe brauchen, mitten in einer größeren Stadt wohnen können.“

Hanne: „Wir denken an eine nachhaltige Nutzung“

Als Besonderheit der Neubauten hebt Architekt Florian Hanne hervor, dass alles barrierefrei und rollstuhlgerecht angelegt sei. Die Häuser würden nach den neuesten energetischen Standards mit verbesserter Dämmung errichtet. Die Energie werde auch aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Die Brandschutzstandards seien erhöht. „Wir denken an eine nachhaltige Nutzung“, sagt Hanne. „Es ist keine Sonderimmobilie. Früher haben wir Heime gebaut. Jetzt bauen wir Mehrfamilienhäuser.“

Wenn alles läuft wie geplant, wird im November Richtfest gefeiert. Im Juni 2018 soll das Haus bezugsfertig sein. Die Investitionssumme beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro. Der Neubau wird von der Aktion Mensch und dem Diakonischen Werk in Niedersachsen gefördert. Die Himmelsthür hat mit der Aktion Mensch einen Vertrag auf Umwandlung ihrer Großeinrichtung in Wildeshausen abgeschlossen, in dessen Rahmen 240 neue Wohnangebote geschaffen werden, die moderner und kleinteiliger sind und sich mitten in der Gesellschaft befinden.

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