Renate und Thomas Harms spenden kanadischen Säulenahorn

Vorerst letzter Baum im Wildeshauser Arboretum

Freude bei den Rotariern: Thomas und Renate Harms (r.) spendeten einen kanadischen Säulenahorn für das Arboretum.
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Freude bei den Rotariern: Thomas und Renate Harms (r.) spendeten einen kanadischen Säulenahorn für das Arboretum.

Wildeshausen – Drei Hektar groß ist die Fläche des Arboretums in Wildeshausen, die der Rotary-Club seit 1998 angelegt hat und betreut. In den 23 Jahren sind dort viele neue Bäume gepflanzt worden. So viele, dass der Baumgarten praktisch voll ist.

„Das Arboretum wächst zu“, so Jens Schachtschneider von den Rotariern. Vor wenigen Tagen wurde auf dem Gelände am Südring der vorerst letzte Baum gepflanzt. Es handelt sich um einen kanadischen Säulenahorn „Red Sunset“ eine Züchtung, die besonders resistent gegen den Klimawandel ist und deshalb als Zukunftsbaum bezeichnet wird. Der kanadische Ahorn präsentiert im Herbst eine leuchtende Färbung. Seine Blätter sind mit einer Länge von 14 Zentimetern recht groß und bekommen im Herbst eine orange bis kräftig rote Farbe.

Renate und Thomas Harms freuen sich auf herbstliche Färbung

Der Baum wurde von Renate und Thomas Harms aus Wildeshausen gespendet. Die beiden waren in Kanada und hatten sich an der herbstlichen Färbung erfreut. „Das wollten wir gerne auch in Wildeshausen sehen“, so Renate Harms, bevor der Wurzelballen in die Erde gesetzt wurde.

Mit dabei war auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler. Die Fläche des Arboretums gehört der Stadt, weil sie eine Ausgleichsmaßnahme für Bebauung ist. Der Stadtrat hat das Areal aber vorerst bis zum Jahr 2042 an den Rotary-Club abgegeben – mit der Vorgabe, den Baumgarten zu betreuen. „Ohne Volker Kuhlmann“, lobte Däubler das anwesende langjährige Rotary-Mitglied, „hätten wir hier niemals einen so schönen Baumgarten hinbekommen.“

Zurückgedrängte Baumarten werden wieder eingebürgert

„Ein Arboretum dient der Darstellung und Beobachtung von heimischen Baum- und Straucharten und der anderer Erdteile. Heimische, bisher unbeachtete und zurückgedrängte Baumarten sollen wieder gefördert werden“, heißt es von den Rotariern. „Eine große Anzahl von Baumarten, die heute wieder eingebürgert werden, waren vor den Eiszeiten in unseren Wäldern heimisch. So gesehen handelt es sich bei der Wiedereinbürgerung um die Rückführung ehemals heimischer Baumarten.“

Mit Spenden aller Rotary-Mitglieder, auch der Stadtverwaltung und naturliebender Bewohner, sowie erheblichen Eigenleistungen der Rotarier wurde mit dem Arboretum ein außergewöhnliches Projekt im Landkreis verwirklicht. Bisher wurden mehr als 80 Großbäume, 24 Obstbäume und rund 3.000 Sträucher gepflanzt. Im Herbst 2011 setzten die Rotarier 10.000 Narzissen anlässlich des 25. Bestehens des Clubs in der Kreisstadt.

Auf einem aufwendig angelegten 900 Meter langen Wanderweg gilt es, viele ausgeschilderte Baumarten, zwei Insektenhotels und den Stand von zwölf Bienenvölkern zu entdecken. Seit wenigen Tagen gibt es zudem im Arboretum sowie im benachbarten Landschaftsschutzgebiet Lehmkuhle Wegweiser, die durch ein Crowdfunding-Projekt finanziert werden konnten. Eine große Tafel unterrichtet die Besucher zudem am Eingang zum Arboretum. Viele Nistkästen geben Singvögeln geschützte Nistmöglichkeiten. Dem Schutz von Fledermäusen gelten Holzbetonkästen.  

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