Voraussetzung für finanzielle Zuschüsse ist ein langer Pachtvertrag

Krandelanlage auf dem Weg zum Fitness-Zentrum

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Dem CDU-Generalsekretär Ulf Thiele (l.) erläuterte Wolfgang Sasse am Montag das Krandelkonzept.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Fuß- und Beachball, Trimm-Dich-Pfad, Skaterbahn und Reha-Sport-Anlage: Der Krandel soll zu einem Fitness-Zentrum werden. Dafür werden am Donnerstag im Fachausschuss entscheidende Weichen gestellt, denn vor vielen neuen Maßnahmen muss der Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem VfL Wittekind Wildeshausen deutlich verlängert werden.

Ein wesentlicher Plan des Vereins für die nahe Zukunft ist es, die ehemaligen Tennisplätze zu nutzen. Diese sollen zu Beachball-Plätzen umgebaut werden, auf denen nicht nur Fuß-, Hand- und Volleyball gespielt wird, sondern auch ganz gezielt im tiefen Sand Reha-Übungen absolviert werden. Auch der neue Trimm-Pfad soll unter anderem dem Reha-Sport dienen.

Fördergelder vom Landessportbund gibt es aber nur, wenn gewährleistet ist, dass der Verein die Anlage lange nutzen kann. Zu diesem Zweck soll ein Pachtvertrag zwischen Stadt und Krandelverwaltung abgeschlossen werden, der eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 hat.

Der alte Pachtvertrag war schon Ende des vergangenen Jahres abgelaufen, ist aber damit automatisch um zwei Jahre verlängert worden. Die Krandelverwaltung bekommt jährlich 75000 Euro für die Unterhaltung der Anlage. Diese Summe soll auch für die kommenden Jahre veranschlagt werden.

Im vergangenen Sommer sah es kurzzeitig so aus, dass die Stadt den Zuschuss erhöhen muss, weil der Vertrag für die Krandelpflege der Umsatzsteuer unterliegt. Das Finanzamt Vechta hatte bestätigt, dass 19 Prozent als Regelsteuersatz zu zahlen sind. Die Verwaltung weist in ihrer Unterlage für den heutigen Fachausschuss darauf hin, dass der Zuschuss an die Krandelverwaltung deshalb möglicherweise erhöht werden muss. Wolfgang Sasse, Vorsitzender des VfL Wittekind und Krandelverwalter, gibt aber schon jetzt Entwarnung: „Wir benötigen kein zusätzliches Geld“, kündigte er an. Zwei Gründe seien dafür ausschlaggebend. Einerseits habe der Verein zum Beginn des Jahres auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb umgestellt, was dazu führe, dass bei Anschaffungen die Vorsteuer gezogen werden und man somit Geld sparen könne. Andererseits könne der Verein durch neue und bessere Maschinen deutlich effektiver arbeiten. Allein die neue Beregnungsanlage spare viel Zeit und Personaleinsatz. Gleichzeitig hätten sich die Plätze dadurch deutlich verbessert.

Dem Gesamtkonzept Krandel steht nach Abschluss eines neuen Pachtvertrages also nichts mehr im Weg. „Wir müssen das nun zum Erfolg führen“, sagt Sasse und betont, dass die Anlagen im Krandel für die gesamte Öffentlichkeit geöffnet seien.

Im Ausschuss wird am Donnerstag ein weiterer Punkt behandelt, der den Krandel betrifft. So geht es um eine einheitliche Beschilderung für den Sport- und Freizeitpark. Die Umsetzung der Wegweisung ist für 2016 geplant.

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