Naturschutzbund richtet Schaufutterstelle an der Herrlichkeit ein

Vor der Kirche können sich die Vögel verpflegen

Beim Aufbau der Station: Dieter Kammann, Wolfgang Pohl, Ludwig Duncker und Rudolf Beckmann (v.l.).
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Beim Aufbau der Station: Dieter Kammann, Wolfgang Pohl, Ludwig Duncker und Rudolf Beckmann (v.l.).

Wildeshausen – Eine Vogelfutterstelle haben viele Menschen im Winter im Garten – ist es doch sinnvoll, den Tieren bei klirrender Kälte zu helfen, und spannend, zu sehen, welche Vogelarten sich dort tummeln. Eine besonders große und vielseitige Schaufutterstelle hat der Naturschutzbund (Nabu) in Wildeshausen im hinteren Teil der Allee vor der Alexanderkirche eingerichtet.

Ähnlich wie die Futterstellen bei den Grundschulen in Dötlingen und Neerstedt besteht sie aus Häuschen, Spendern sowie Säulen und ist mit Futter für diverse Vogelarten und Eichhörnchen befüllt.

Dieses landkreisweite Nabu-Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert. Ziel ist es laut Projektbeschreibung, „die Artenkenntnis zu erhöhen und die Neugier zu wecken, neue Arten kennenzulernen sowie im eigenen Umfeld eine artgerechte Winterfütterung durchzuführen“.

„Der Wildeshauser Standort wurde in enger Abstimmung mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gewählt und erscheint uns sehr gut geeignet, weil er zum einen der Öffentlichkeit jederzeit zugänglich ist und zum anderen der Baum- und Heckenbestand den Eichhörnchen und Vögeln Schutz bietet“, betont Nabu-Pressesprecher Wolfgang Pohl.

Etwa 1.500 Euro konnte der Verein investieren. Diese Mittel gingen unter anderem für die Futterautomaten und -häuser sowie Asthaken (350 Euro), für Futter (650 Euro) und für Infomaterial (470 Euro) drauf.

Bundesweite „Stunde der Wintervögel“

In der Zeit bis zum 31. März soll es vor Ort hin und wieder öffentliche Erläuterungen und Vorstellungen der beobachteten Arten geben. Eine erste Gelegenheit dafür bietet die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 9. Januar, Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Der Nabu und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) laden dazu ein, Vögel zu zählen und zu melden, die im Garten, Park oder am Futterhäuschen auf dem Balkon zu sehen sind.
 
„Die dabei gesammelten Daten sind für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in unseren Siedlungen geben. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer wird unser Bild“, so Oliver Kraatz von der Oldenburger Nabu-Bezirksgeschäftsstelle. „Im vergangenen Jahr hatten wir im Oldenburger Land mit über 3.100 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung.“
 
Die „Stunde der Wintervögel“ findet bereits zum zwölften Mal statt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang Vögel in Garten, Park oder auf dem Balkon und meldet die Beobachtungen dem Nabu. Dabei wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können per App unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 17. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 8. und 9. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
   

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