Realschule und Hauptschule folgen

Voller Präsenzunterricht am Gymnasium Wildeshausen

Voller Präsenzbetrieb, volle Busse? Zumindest ist an den Haltestellen mehr los – wie hier am Donnerstagmittag am Gymnasium.
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Voller Präsenzbetrieb, volle Busse? Zumindest ist an den Haltestellen mehr los – wie hier am Donnerstagmittag am Gymnasium.

Das Gymnasium Wildeshausen ist am Mittwoch mit vollem Präsenzunterricht gestartet. Haupt- und Realschule sind am Montag dabei. Dann werden die Busse wahrscheinlich wieder voll.

In den weiterführenden Schulen geht der „normale“ Unterricht wieder los. Die Real- und die Hauptschule in Wildeshausen starten am Montag, 7. Juni, ins Szenario A. Im Gymnasium gelten bereits seit Mittwoch die Regeln, die bis zum zweiten Lockdown im November/Dezember in Kraft waren.

„Dass wir nun zum Ende des Schuljahres wieder völligen Präsenzunterricht an unserem Gymnasium haben und wieder Leben in unsere Schule einkehrt, freut mich sehr. Wenn wir uns auch weiterhin besonnen an die Hygieneregeln halten, werden wir den völligen Präsenzunterricht auch bis zum Ende des Schuljahres beibehalten können. Dessen bin ich mir sicher“, teilte Andreas Langen, Rektor des Gymnasiums, auf der Internetseite der Schule mit.

Auch an den beiden anderen weiterführenden Schulen ist die Freude groß. „Ich bin sicher, Ihre Kinder freuen sich riesig, endlich alle Mitschüler wiederzusehen“, richtete sich Jan Pössel von der Realschule an die Eltern. Die Oberschulen, die Hauptschule und die Realschule im Landkreis Oldenburg hatten sich abgesprochen, gemeinsam ins Szenario A zurückkehren. Allerdings hatte das Land den Schulen freigestellt, auch früher zu starten. Je nach den Gegebenheiten und Einschätzungen vor Ort. Von dieser Möglichkeit machte das Gymnasium Gebrauch.

Im Kreis-Schulamt blickt man dem Montag mit gespannter Erwartung entgegen. „Wir harren der Beschwerden“, sagte Amtsleiter Maik Ehlers auf Nachfrage unserer Zeitung. Sicherlich würden (wieder) Eltern anrufen und sich beklagen, dass die Schulbusse zu voll seien. Allen Beschwerden zum Trotz wird es der Kreisverwaltung aber vermutlich nicht gelingen, neue Kapazitäten aus dem Nichts zu schaffen. „Wir können keine Busse bereitstellen, die es nicht gibt“, sagte Ehlers, der sich schon des Öfteren mit wütenden oder enttäuschten Eltern wegen des Themas unterhalten hat. Er betonte: „Was möglich ist, wird auch gemacht.“ Ehlers hofft, dass die im Dezember angekündigte Nachrüstung der Busse mit Filtern, die das Coronavirus zurückhalten, die Gemüter zumindest etwas beruhigen wird.

Auch die Mensa öffnet wieder.

In den Schulen selbst gilt mit der Rückkehr zum Szenario A wieder das Kohortenprinzip. Innerhalb der eigenen Gruppe müssen im Klassenzimmer in der Regel keine Masken getragen werden. Allerdings müssen die Jugendlichen Abstand zu den Lehrern halten, weil diese von Kohorte zu Kohorte springen. Wie bisher sollen sie zweimal pro Woche einen Coronatest machen. „Jeder Schüler ist angehalten, verantwortungsbewusst Hygienemaßnahmen zu ergreifen“, mahnte Gymnasiumsrektor Langen. Dazu gehöre auch die Minimierung des Hautkontaktes mit Türklinken, Lichtschaltern et cetera. Gemeinsam erstellte Arbeits- oder Unterrichtsmaterialien dürften aber grundsätzlich wieder weitergegeben werden. Weiterhin nicht geteilt werden dürften Trinkbecher oder Pausenbrote sowie persönliche Arbeitsmaterialien wie Bücher, Stifte oder Hefte.

Der Ganztagsbetrieb rollt ebenfalls teilweise wieder an. Am Gymnasium werden die Schüler heute über die Details informiert. An der Realschule werden angesichts von nur noch knapp zwei Monaten bis zu den Sommerferien keine Arbeitsgemeinschaften mehr am Dienstag und Donnerstag angeboten. Für montags und mittwochs gibt es von 14 bis 15.40 Uhr eine Notbetreuung für die Schüler, die bisher zum Ganztag angemeldet waren. Die Kleinstgruppenförderung findet allerdings wieder statt. An der Hauptschule gibt es bis zum Sommer keinerlei Ganztagsunterricht, teilte Rektorin Dorit Hielscher auf der Internetseite mit. Eltern von Fünft- oder Sechstklässlern, die eine Notbetreuung brauchen, können sich bei der Schule melden.

Ganztagsbetrieb nur eingeschränkt

Am Gymnasium wird ab Montag, 7. Juni, auch die Mensa öffnen. Während der Unterrichtsstunden dürfen sich die Schüler der Oberstufe, die eine Freistunde haben, dort aufhalten. In der Mittagspause dürfen die Sitzplätze in der Mensa aber nur von den Schülern belegt werden, die ein Mittagessen einnehmen. Die Plätze sind auf 1,50 Meter Abstand gestellt, und während des Verzehrs darf nicht kommuniziert werden, da keine Masken getragen werden können, so Rektor Langen. Außerdem gibt es verschiedene Essenszeiten.

Eigentlich ist der Sommer auch immer die Zeit großer Abschlussfeiern. „Nach wie vor ist nicht geklärt, ob Schulen eine Entlassungsfeier oder große Zeugnisübergabe durchführen dürfen“, informierte Realschulrektor Pössel. „Glauben Sie mir bitte: Auch ich wüsste gern, wann und in welcher Form wir das machen können. Müsste ich die Veranstaltung jetzt festlegen, bliebe leider nur die Möglichkeit einer Zeugnisübergabe im Klassenraum zwischen der Klassenleitung und Ihren Kindern“, bat er die Eltern um Geduld. „Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir durch das Warten möglicherweise eine Veranstaltung organisieren können, die einen etwas festlicheren Rahmen zulässt.“

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