„Zollhausboys“ als kultureller Höhepunkt

Volkshochschule Wildeshausen startet ins Herbstsemester

Neues Semester: Das VHS-Team um Leiter Hinrich Ricklefs (rechts) hat 467 Kurse organisiert.
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Neues Semester: Das VHS-Team um Leiter Hinrich Ricklefs (rechts) hat 467 Kurse organisiert.

Die Volkshochschule Wildeshausen startet ins Herbstsemester. Dabei hofft die VHS, dass es noch Corona-Lockerungen gibt.

Mit viel Hoffnung auf „normale“ Zeiten und keine großflächigen Kursausfälle startet die Volkshochschule Wildeshausen in ihr Herbstsemester – auch wenn wegen der Abstandsregeln weniger Teilnehmer als vor der Pandemie erwartet werden. So dürfen zum Beispiel bei Angeboten im Bewegungs- und im Entspannungsraum im Standort am Bahnhof nur noch acht beziehungsweise neun Personen mitmachen.

„Häufig stehen noch fünf Leute auf der Warteliste“, berichtete die stellvertretende VHS-Leiterin Karin Köpke am Donnerstag bei der Programmvorstellung. Es stünden aber nicht genug Dozenten zur Verfügung, um die Nachfrage zu befriedigen.

Reduzierte Teilnehmerzahlen bei Bewegungsangeboten

Heißt: Wer bei der VHS etwas für seine Fitness tun möchte, sollte nicht zu lange überlegen. Das neue Programm wird morgen an alle Abonnenten der Wildeshauser Zeitung verteilt und außerdem in Banken, Geschäften sowie Verwaltungen ausgelegt. Wer kein Exemplar in die Finger kriegt, kann sich auch kostenfrei ein Heft zuschicken lassen.

Darin enthalten sind 467 Kurse auf 136 Seiten. 85 Angebote sind neu, aber auch bewährte Themen finden sich in der Übersicht wieder. Genau wie bekannte Gesichter wie zum Beispiel das von Sven Plöger. Der Meteorologe erklärt regelmäßig im Fernsehen das Wetter und informiert am Mittwoch, 10. November, ab 19 Uhr unter dem Titel „Zieht euch warm an, es wird heiß“ über den Klimawandel. Dafür reist der Experte allerdings nicht persönlich an, sondern tritt per Internet mit den Teilnehmern in Kontakt. Webvorträge und hybride Angebote, bei denen sich Interessierte per Kamera in den Kursraum dazu schalten können, nehmen immer mehr zu. Inzwischen sind es knapp 50 Veranstaltungen, also rund zehn Prozent aller 467 Angebote.

Passend dazu wird in mehreren Kursen für Kinder, Eltern und Senioren die Medienkompetenz geschult. Das beginnt beim Umgang mit Wikipedia sowie sozialen Medien und endet bei IServ (Lernplattform für Schüler) und Einführungen in diverse Programme.

„Bau dein Bike“

Einiges kann aber nur in Präsenz stattfinden. Zum Beispiel „Bau dein Bike“. Aufgeteilt auf zwei Kurse (26. und 27. November sowie 3. bis 7. Januar) erklärt und demonstriert Dozent Michael Sacher, wie die Teilnehmer sich ein sehr hochwertiges eigenes Fahrrad zusammenbauen können. Das fängt mit der Bestellung der Teile an und hört bei einer Probefahrt auf. Dazwischen berät Sacher die Teilnehmer beim Werkeln und Justieren in der Kunstschule der VHS an der Wittekindstraße.

Ebenfalls in Präsenz sollen die „Zollhausboys“ auf der Bühne stehen. Ihr Auftritt am Freitag, 12. November, ab 19.30 Uhr im Rathaus sei der Höhepunkt des Kulturprogramms hieß es bei der Ankündigung. „Mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Songs, Kabarett, Tanz und Poetry erweitern die sechs Künstler auch ihre Themen: Wie kann der Klimawandel eine Bühne fluten? Gibt es zu Corona noch etwas zu singen? Kann man über Bremen eine euphorische Hymne schreiben?“, heißt es in der Konzertbeschreibung.

Tragikomisches Ein-Mann-Theaterstück

Ebenfalls interessiert werden könnte das tragikomische Ein-Mann-Theaterstück von Mathias Kopetzki am Freitag, 21. Januar, ab 19.30 Uhr in der VHS am Bahnhof. Der Schauspieler schlüpft in die Rolle des Theater-Dramaturgen Tristan, der sich nach außen hin für eine bessere, tolerantere und nachhaltigere Welt einsetzt. Damit ist es aber vorbei, als ihm gekündigt wird, weil seine Stelle aus politischen Gründen von einer jungen Frau mit Migrationshintergrund besetzt werden soll.

Wieder einmal ein vielfältiges Programm also. Die Hoffnung auf bessere Zeiten hat VHS-Leiter Hinrich Ricklefs noch nicht aufgegeben. „Vielleicht ändert sich im Herbst ja noch die Corona-Verordnung, was Abstände angeht.“ Schon jetzt müssen die Kursteilnehmer weder genesen oder getestet noch geimpft sein, da es sich in der Regel um kleine Gruppen handelt. Die Maskenpflicht gilt beim Bewegen im Gebäude, endet aber am Platz – sei es ein Schreibtisch oder eine Sportmatte. Ricklefs geht von einem halbwegs vernünftigen Semesterverlauf aus, blickt aber mit etwas Sorge in die weitere Zukunft. „Das Land fährt die Förderung der Erwachsenenbildung herunter“, ärgert er sich. Dabei werde doch alles teurer und es gebe geringere Einnahmen als in anderen Jahren. „Die Erwachsenenbildung ist sowieso von der öffentlichen Hand vollständig unterfinanziert“, kritisiert Ricklefs weiter, lobt das Kultusministerium allerdings auch ausdrücklich. Und zwar für sein „LernRäume“-Programm, bei dem Kinder in den Ferien diverse Kurse angeboten werden. Da sei die VHS Wildeshausen auch im kommenden Herbst gerne mit dabei.

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