Insgesamt 30.000 Kunden

Volksbanken fusionieren: 2020 soll die neue VR Bank Oldenburger Land entstehen

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Auf in die gemeinsame Zukunft: Jürgen Poppe, Frank Ostertag, Günther Behrens und Günther Lübben von der Volksbank Wildeshauser Geest sowie Martin Spils und Peter Bahlmann von der VR Bank Oldenburg Land West (von links).

Wildeshausen – Mit einer gemeinsamen Bilanzsumme von knapp einer Milliarde Euro und insgesamt 180 Mitarbeitern wollen die Volksbank Wildeshauser Geest und die VR Bank Oldenburg Land West zusammen in das neue Jahrzehnt starten.

Die für 2020 geplante Fusion der beiden Genossenschaftsbanken mache „absolut Sinn“, sagte Frank Ostertag, Vorstand des Wildeshauser Finanzhauses, bei der Vorstellung der Pläne. Die beiden Institute begegneten sich auf Augenhöhe: Sie liegen sowohl mit Blick auf die Mitarbeiterzahl als auch auf die Bilanzsumme nahezu gleichauf. Außerdem arbeiteten sie bereits in verschiedenen Bereichen zusammen.

Gemeinsam könnten sie „eine der größten Volksbanken im Weser-Ems-Gebiet“ werden, kommentierte Martin Spils, Vorstand des Oldenburger Instituts. Nur eine Handvoll der Häuser in dieser Region knacke die Marke von einer Milliarde. Gleichzeitig ist für beide Banken wichtig, ihre Regionalität und die Nähe zu den Kunden zu bewahren. Aus diesem Grund sollen alle neun bestehenden Filialen – Wildeshausen, Dötlingen und Harpstedt sowie Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen, Kirchhatten, Sandkrug und Wardenburg – erhalten bleiben. „Wichtig ist, dass wir nach wie vor vor Ort sind“, sagte Spils.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der Banken betonten, dass die Fusion noch keine beschlossene Sache sei: Über den Zusammenschluss entscheiden die Vertreter der beiden Häuser erst im Frühsommer 2020 während ihrer Versammlungen. Findet das Vorhaben dort jeweils eine Zustimmung von mindestens drei Viertel der Stimmen, kann die Eintragung der neuen VR Bank Oldenburger Land beantragt werden. Im September 2020 könnte die Fusion dann – inklusive der technischen Zusammenführung – abgeschlossen sein. Hauptsitz des neuen Instituts soll Wildeshausen sein.

Für die insgesamt 30.000 Kunden ändere sich im Alltag nicht viel, erläuterten die Banker. Da eine der beiden Bankleitzahlen wegfalle, müssten sich jedoch einige – voraussichtlich die Kunden der VR Bank Oldenburg Land West – an eine neue Kontonummer gewöhnen. 

Vorteile der Fusion seien etwa der Anstieg des Eigenkapitals und damit des potenziellen Kreditvolumens, sagte Spils. Peter Bahlmann, Vorstand der VR Bank Oldenburg Land West, erläuterte, die Mitarbeiter könnten sich dank der Fusion künftig stärker spezialisieren und den Kunden eine zielgerichtetere Beratung anbieten. Auch Ostertag hofft darauf, in Zukunft mit gebündelten Kräften die Innovationswünsche der Volksbankkunden besser umsetzen zu können.  

kab

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