Erneut in Goldenstedt

Vogelgrippe: Weitere 8.650 Tiere getötet

Die Vogelgrippe ist im Landkreis Vechta weiter auf dem Vormarsch.
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Die Vogelgrippe ist im Landkreis Vechta weiter auf dem Vormarsch.

Goldenstedt/Wildeshausen – Die Vogelgrippe befindet sich im Landkreis Vechta weiter auf dem Vormarsch. Innerhalb weniger Wochen wurde dort am Neujahrstag der vierte Ausbruch bestätigt.

Betroffen ist laut Kreisverwaltung eine Putenhaltung in Goldenstedt mit 8.650 Tieren. Der Bestand wurde bereits am Silvestermorgen unter tierschutzfachlicher Aufsicht getötet.

Am Donnerstag waren fünf Schnelltests auf das Vogelgrippevirus H5N8 bei verendeten Tieren positiv ausgefallen. Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten daraufhin Proben entnommen und zum Lebensmittel und Veterinärinstitut (LAVES) nach Oldenburg gebracht.

Der Landkreis sieht deshalb genauso wie das Friedrlch-Loeffler-Institut, dass der aktuelle Seuchenzug zu den bislang stärksten überhaupt gehöre, so ein Kreissprecher. Er mahnte alle Geflügelhaltenden zur Vorsicht. Zwar seien noch nicht so viele Bestände betroffen wie im vergangenen Winter und Frühjahr, aber schon jetzt sei auffällig, wie stark die Krankheit insbesondere bei Wildvögeln zugenommen habe. Weil diese das Virus verbreiten, appelliert der Landkreis an alle Haltenden, die Sicherheitsmaßnahmen auf den Höfen strikt einzuhalten und jeden Seuchenverdacht unverzüglich zu melden.

Über Weihnachten wurden 12.000 Puten getötet

Zuletzt war nach Angaben des Landkreises eine Putenhaltung in Goldenstedt mit 12.000 Tieren betroffen. Bei sechs toten Puten fielen Schnelltests auf das Vogelgrippevirus H5N8 positiv aus. Der Bestand sollte am zweiten Weihnachtstag gekeult werden. Zuvor waren bereits 9.500 Puten und 35.000 Legehennen getötet worden.

Die Ausbrüche haben auch Auswirkungen auf den Landkreis Oldenburg. In seinem Amtsblatt erließ die Verwaltung eine weitere Überwachungszone. Diese betrifft unter anderem die Bauerschaften Hanstedt, Bühren, Beckstedt sowie das Dorf Colnrade.

In diesem Bereich gelten eine ganz Reihe von Auflagen, unter anderem eine Aufstallungspflicht: Gehaltene Vögel sind mit Ausnahme von Tauben in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Alle nun geltenden weiteren Regeln sind auf der Internetseite des Landkreises (www.oldenburg-kreis.de) abrufbar. Auf einer interaktiven Karte sind im Internet zudem die genauen Verläufe der nun gelten Grenzen verzeichnet.

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