Es gibt noch Klärungsbedarf

Villa Knagge: Verkauf verschoben

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Verkauf erneut verschoben: Fast scheint es, als würde die weibliche Skulptur vor dem Eingang der Villa Knagge nachdenklich werden, ob der Handel noch gelingt. 

Kommando zurück beim geplanten Verkauf der Villa Knagge an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen. Ursprünglich war der Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes für den vergangenen Donnerstag vorgesehen.

Wildeshausen - Die katholische Kirche, die Stiftung Johanneum sowie der Erwerber, die Firma Nordmann, sagten den Termin beim Notar jedoch ab, weil noch behördliche Genehmigungen fehlen, die dem Käufer die nötige Sicherheit für den Betrieb eines Braugasthauses geben. Unter anderem ist es wichtig zu wissen, ob der vom geplanten Betrieb ausgehende Lärm mit der Nachbarschaft zu Wohnhäusern verträglich ist.

„Alle sind aber positiv gestimmt. Wir wollen das alle“, beugt Nordmann-Geschäftsführer Roland Damme Befürchtungen vor, dass der Verkauf noch scheitern könnte. Auch von der Denkmalschutzbehörde gibt es keine Bedenken. „Das ist zwar eine hohe Herausforderung“, so Bauamtsleiter Peter Nieslony, „aber wir sind sehr froh darüber, dass es einen Investor gibt.“ Ganz konkret müssten sich der Denkmalschutz und die zukünftige Nutzung so ergänzen, dass alle einverstanden seien.

Verkauft werden neben dem Gelände an der Ahlhorner Straße die darauf stehende Villa Knagge, das angrenzende Seminarhaus, das in der Vergangenheit die Volkshochschule nutzte, der angrenzende Parkplatz und ein benachbartes Wohnhaus am Brauereiweg. Der Auszug des Mieters war eines der Themen, das in den vergangenen Monaten geklärt werden musste.

Der Provisor der katholischen Kirche, Bernhard Kramer, hofft, dass es nun bald zur Vertragsunterzeichnung kommt. „Man wird schon ein wenig ungeduldig“, sagte er. Aber es sei selbstverständlich, dass im Vorfeld alles geklärt werden müsste.

Unterdessen bereitet die Firma Nordmann zusammen mit einem Planungsbüro den Antrag für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan vor. Vor dem Winter dürfte es aber kaum eine Genehmigung geben – was dem Gebäude aus dem Jahre 1852, das seit drei Jahren leer steht, nicht so guttun dürfte.

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