Kaufvertrag ist unterzeichnet

Villa Knagge verkauft

Wird Anwalts- und Notarkanzlei: die Villa Knagge an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen.
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Wird Anwalts- und Notarkanzlei: die Villa Knagge an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen.

Wildeshausen – Der Bebauungsplan Krandel ist zwar noch nicht rechtsgültig, doch die Käufer sind sich sicher, dass ihr Projekt nicht mehr scheitern kann. Auf Nachfrage bestätigte der ehemalige Besitzer der Villa Knagge an der Ahlhorner Straße, Helmut Müller, dass sie und das Gärtnerhaus an die Rechtsanwälte und Notare Hans-Jürgen Meyer, Andreas Vock und Volker Pickart verkauft wurden.

Damit kann in der langen Geschichte des Gebäudes ein weiteres Kapitel aufgeschlagen werden. Die Besitzer hatten angekündigt, die Villa umfassend zu sanieren und einer neuen Nutzung als Rechtsanwalts- und Notarkanzlei zuzuführen. Dazu hatten sie schon vor Bekanntgabe der Kaufabsicht zahlreiche Gespräche und Begehungen mit Architekten und Behördenvertretern geführt und konkrete Kostenschätzungen sowie Planungen erstellt. Auch mit dem Denkmalschutz gibt es bereits Vereinbarungen. „Wir haben einen Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung gestellt“, so Meyer am Freitag. Man sei zuversichtlich, dass diese bald eingehe.

Villa Knagge stand einige Jahre leer

Wie berichtet, hatte die Stiftung Johanneum die Villa, deren Besitzerin sie seit 1973 über einen mit der katholischen Kirchengemeinde geschlossenen Erbpachtvertrag war, lange Zeit an den Landkreis Oldenburg vermietet. Es stand der Vorwurf im Raum, dass die Stiftung für die Erhaltung wenig getan hatte, sodass vor vier Jahren die Sanierungskosten mit rund zwei Millionen Euro taxiert werden mussten.

Zunächst wollte die Firma Nordmann in dem Gebäude einen Braugasthof einrichten. Der Plan scheiterte jedoch, weil er nicht mit der nahen Wohnbebauung vereinbar war. Schließlich hatte Immobilienkaufmann Müller vor rund einem Jahr das Areal erworben.

Da die Stadt jedoch keine Bebauungsplanänderung mitmachen wollte, ohne die genauen Nutzungspläne zu kennen, unterbreitete Müller den Rechtsanwälten und Notaren ein Kaufangebot für einen Großteil der Gebäude, das bis zum 31. Juli Bestand haben sollte. Angesichts der fortgeschrittenen Bebauungsplanänderung, die ein „Urbanes Gebiet“ vorsieht, unterschrieben die Anwälte nun den Vertrag, um nach eigenen Angaben der Villa neues Leben einzuhauchen.

Das Seminarhaus gehört weiter Helmut Müller

Das ehemalige Seminargebäude gehört weiterhin Müller und soll vermietet werden. Es hat rund 300 Quadratmeter Fläche und die möglichen Nutzungen sind vielfältig. Im Hauptgebäude sollen nach Angaben von Meyer, Vock und Pickart Büroräume und Arbeitsplätze für vier bis sechs Rechtsanwälte und Notare sowie 15 weitere Büromitarbeiter entstehen. Ziel ist es, Ende 2022 einzuziehen. „Aber wir haben es nicht eilig“, so Meyer. „Wir sitzen hier warm und trocken.“

Den Garten vor und hinter der Villa möchten die neuen Besitzer als Landschaftsgarten und Park erhalten und verschönern. Um diesen nicht übermäßig durch Autoparkplätze zu beeinträchtigen, sollen westlich der Zuwegung zum Kindergarten Knaggerei zusätzliche Stellflächen eingerichtet werden.

Die Villa Knagge wurde 1852 für den Kaufmann Johannes L.J. Knagge erbaut, 1906 ist das Gebäude um ein Giebelmosaik und einen Jugendstil-Fries ergänzt worden. Seit September 2016 steht das einzigartige Ensemble leer.

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