Wildeshauser Feuerwehr probt Ernstfall

Vier Vermisste in verqualmtem Gebäude

Insgesamt mussten vier „Vermisste“ aus dem Gebäude gerettet werden. - Foto: Beumelburg

Wildeshausen - Vier vermisste Personen, starke Rauchentwicklung durch Feuer und schwer zugängliche Löschbereiche. Das erwartete die 45 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen am Mittwochabend auf dem Gelände einer ehemaligen Schlachterei an der Immelmannstraße.

Allerdings handelte es sich um eine groß angelegte Gemeinschaftsübung der vier Gruppen. Es war bereits die vierte Übung in diesem Jahr, die von den freiwilligen Helfern inszeniert wurde. Ausgearbeitet hatten sie Werner Schunk (stellvertretender Zugführer) und Conrad Kramer (stellvertretender Ortsbrandmeister). 

Mit acht Einsatzfahrzeugen waren die Kräfte angerückt. Innerhalb von zwei Stunden konnte der simulierte Brand gelöscht, das Gelände gesichert und vier Vermisste in Form von Puppen im Betriebsgebäude geborgen werden.

Ohne großes Aufsehen war der „Feueralarm“ gegen 19 Uhr bei den Rettern eingegangen. Es dauerte nur wenige Minuten, bis die ersten Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände eingetroffen waren. Dicker Qualm drang aus der ehemaligen Schlachterei und „Flammen“ schlugen durch das Hallendach und die Lüftungsschächte. Was die Retter bei dieser Übung erwartete, wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

„Wir haben versucht, die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten. Darum sind wir immer wieder dankbar, geeignete Gebäude für solche Übungen zu bekommen“, betonte Kramer.

Statt Feuer kam zwar eine Nebelmaschine zum Einsatz, doch trotz allem standen die Rettungskräfte vor einigen herausfordernden Aufgaben, die sie meistern mussten. Das Szenario war, dass es in dem Schlachtereigebäude bei Montagearbeiten zu einem Brand gekommen war, bei dem das Hallendach im mittleren Bereich bereits durchgebrannt war und aus einer Lüfteröffnung ebenfalls Flammen schlugen. Insgesamt jedoch herrschte eine starke Verrauchung vor. „Wir versuchen natürlich immer, eine Übung möglichst realistisch aussehen zu lassen“, so Kramer.

Für die Einsatzkräfte galt es jedoch nicht nur, das Feuer zu löschen, sondern auch den angrenzenden Wohntrakt zu sichern. Zudem wurden noch vier Personen vermisst, die von den Atemschutzträgern unter erschwerten Bedingungen aufgespürt werden mussten. In zwei Einsatzabschnitten hatten inzwischen einige Kameraden mit dem Erstangriff begonnen. 

Parallel wurde der Innenangriff durch den Bürotrakt vorbereitet. Einmal mehr zeigte sich, dass ohne Atemschutz heute bei den Feuerwehren so gut wie nichts mehr läuft. Aus diesem Grund laufen auch in diesem Bereich stets Lehrgänge und Übungen. Ein weiterer Außenangriff erfolgte über den Garten und den Hof.

Insgesamt zeigte sich Ortsbrandmeister Hermann Cordes mit dem Übungsablauf zufrieden.

jb

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