Einweihung des Repowering-Projekts in Düngstrup

Vier Räder produzieren Strom für 10.000 Haushalte

Auch für die kleinen Mühlenfest-Besucher war der Kran magischer Anziehungspunkt. In der hinteren Reihe stehen Andre Meyer, Christian Meinertsma, Gerd Hespe-Meyer und Jörg Osterholz (v.l.).

Düngstrup - In schwindelerregende Höhen durften am Sonnabendnachmittag die Besucher des Mühlenfestes an der Windkraftanlage 4 des Düngstruper Windparks emporsteigen.

Mit dem 60 Meter hohen Hüffermann-Kran konnten alle Kinder und Erwachsene, die sich die Höhenfahrt zutrauten, die Windkraftanlage einmal aus einer ganz anderen Perspektive erkunden.

Nach dem Repowering stehen in Düngstrup nun statt acht Windrädern mit einer Nabenhöhe von 69 Metern nur noch vier Windräder mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einer weitaus höheren Energieeffizienz. Die vier „Mühlen“ drehen sich bereits seit einem halben Jahr. Mit dem Mühlenfest, bei dem die Anlage 4 auch von innen besichtigt werden konnte, wurde der neue Park nun noch einmal offiziell eingeweiht.

Wer am Fuß des Windrads angekommen war, richtete seinen Blick staunend in die Höhe. Schon von Weitem sind die Anlagen zu sehen und prägen das Landschaftsbild – doch aus der Nähe ist der Eindruck noch imposanter. Rund um den Fuß des Windparks stellten zahlreiche Fotos die verschiedenen Abschnitte der Bauphase dar: Von dem „Krater“ mit vier Metern Tiefe und 30 Metern Durchmesser, der für das Fundament ausgehoben werden musste, bis zu dem 165 Meter hohen „Tausendtonnenkran“, der die Einzelteile für den oberen Teil des Windrads schließlich emporzog.

„Das sind ziemlich riesige Legosteine, die hier verbaut wurden“, meinte Jörg Osterholz, Geschäftsführer von „WestWind Energy“, mit einem Lächeln. Gemeinsam mit den Projektleitern Christian Meinertsma und Andre Meyer stand er den Besuchern für Fragen zur Verfügung. Auch Gerd Hespe-Meyer war vor Ort. „Er war vor 20 Jahren einer der Ursprungs-initiatoren für das Thema Windkraft in Düngstrup“, erklärte Osterholz.

Eine Anlage mit Bürgerbeteiligung finanziert

Drei der Anlagen befinden sich nach dem Repowering wieder im Besitz der Grundstückseigentümer, die vierte wurde über die Landessparkasse zu Oldenburg mit Bürgerbeteiligung finanziert.

Um die Superlative des Repowering-Projekts in Worte zu fassen, hatte Osterholz einige Vergleiche parat. So sei jede der Windkraftanlagen noch höher, als zwei Sportplätze lang sind. Die Vorteile des Repowerings lassen sich an einigen Zahlen verdeutlichen: Der alte Windpark erbrachte eine Leistung von etwa zwölf Millionen Kilowattstunden im Jahr, bei dem neuen Park liegt der Ertrag im Jahr bei etwa 38 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht einem Jahresstrombedarf von etwa 10 000 Haushalten.

„Mit nur einer der neuen Windkraftanlagen könnte man aber auch 5 000 Elektroautos im Jahr jeweils 10.000 Kilometer fahren lassen“, drückte Osterholz es noch einmal anders aus. Durch das Repowering wurde bei einer Halbierung der Anlagenzahl und gleichzeitiger Verdoppelung der Leistung eine Verdreifachung des Ertrags erreicht.

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