1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

Viele Ukrainer verlassen Notunterkunft in Wildeshausen schnell wieder

Erstellt:

Von: Ove Bornholt

Kommentare

Bei der Diakonie Himmelsthür stehen 120 Plätze zur Verfügung. Das Bild zeigt einen Aufenthaltsraum.
Bei der Diakonie Himmelsthür stehen 120 Plätze zur Verfügung. Das Bild zeigt einen Aufenthaltsraum. © bor

Die Notunterkunft für Ukrainer bei der Himmelsthür in Wildeshausen wird durchaus genutzt. Allerdings schwankt die Zahl der Bewohner zum Teil stark.

Wildeshausen – Bei den ukrainischen Flüchtlingen, die bei der Himmelsthür in Wildeshausen untergebracht sind, kommt es zu starken Schwankungen. So sind nach Informationen unserer Zeitung an einem Tag 40 Bewohner dort untergebracht gewesen. Am nächsten Morgen waren aber nur noch neun vor Ort. Für den Landkreis Oldenburg handelt es sich dabei allerdings um Vorgänge im üblichen Rahmen.

„Es ist normal, dass Personen die Unterkunft bei der Himmelsthür verlassen. Es ist ja auch keine Dauerunterbringung“, sagte Kreis-Sprecher Oliver Galeotti. Einige würden auf Privatwohnungen verteilt, andere machten sich selbst auf den Weg – wahrscheinlich zu Verwandten oder Bekannten. Eine Residenzpflicht gebe es nicht, bestätigte er.

Allerdings sind geflüchtete Ukrainer, die finanzielle Unterstützung vom Landkreis Oldenburg beziehen, angehalten, auch dort zu wohnen. „Wer wegzieht, bekommt keine Leistungen“, sagte Galeotti. Bei Personen, die keine Nachsendeadresse hinterlassen, würden die Zahlungen eingestellt, sobald die Sache aktenkundig geworden ist. Mit der Registrierung seien aber nicht Zuwendungen, sondern auch der Zugang zum Arbeitsmarkt verbunden, betonte der Kreis-Sprecher.

Rund einen Monat nach dem Ausbruch des Krieges kommen immer mehr Menschen nach Deutschland. Stand Freitag waren 524 Flüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis Oldenburg registriert. Zum Vergleich: Am Freitag, 18. März, waren es noch 392 Menschen.

Platz in Unterkünften und Wohnungen reicht

Viele der Geflüchteten sind privat untergekommen. Mittlerweile erreichen aber auch jede Woche Ukrainer in Bussen von der zentralen Aufnahmestelle im Messebahnhof in Laatzen bei Hannover den Landkreis. Dabei gibt es allerdings manche Überraschungen. „Vergangene Woche waren nur 39 Personen im Bus“, berichtete Galeotti. 50 waren erwartet worden.

Eine feste Quote, wie viele Flüchtlinge der Landkreis aufnehmen soll, ist laut Kreissprecher noch nicht verkündet worden. Es wird erwartet, dass die Menschen nach dem Königssteiner Schlüssel verteilt werden.

Zurzeit reichen die Notunterkünfte in Hude und bei der Himmelsthür in Wildeshausen aus. Dort stehen insgesamt gut 270 Plätze zur Verfügung. Den Landkreis haben in den vergangenen Wochen auch viele Angebote von Privatleuten erreicht, die Wohnraum – zum Teil sogar kostenlos – zur Verfügung stellen wollen.

Auch interessant

Kommentare