Betriebe suchen händeringend Auszubildende

Viele Stellen frei

Bewerbung für den Herbst: Es gibt noch einige freie Ausbildungsstellen. Foto: dpa
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Bewerbung für den Herbst: Es gibt noch einige freie Ausbildungsstellen.

Landkreis – Die Agentur für Arbeit mit ihrer Geschäftsstelle in Wildeshausen vermeldet, dass in diesem Jahr bislang weniger Ausbildungsstellen besetzt worden sind als in den Vorjahren. Dabei, so die Pressesprecherin Claudia Zimmermann, legten die Unternehmen weiterhin großen Wert auf Nachwuchskräfte.

Im Landkreis Oldenburg gibt es laut Mitteilung 590 Ausbildungsstellen bei bislang 601 Bewerbern. Die Zahl der Stellen hat somit zum Vorjahr um 68 abgenommen, und es sind noch 412 unbesetzt, weil bestimmte Berufe nicht so begehrt sind. Die Zahl der Bewerber ist um 157 gesunken. Derzeit suchen noch 330 junge Menschen nach einem Ausbildungsplatz, der ihren Wünschen entspricht.

„Es ist viel Bewegung im Ausbildungsmarkt“, betont Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Durch die zwischenzeitliche Schließung der Schulen und vieler Betriebe aufgrund der Pandemie ist einiges ins Stocken gekommen, und auch jetzt hat in vielen Betrieben die Bewältigung der unmittelbaren Folgen weiterhin Vorrang vor anderen Themen.“ Doch am Willen der Unternehmen auszubilden habe sich nichts geändert. Das erkenne man auch daran, dass es trotz der Krise nicht mehr Ausbildungsabbrüche als im Vorjahr gibt.

Gut 2 800 junge Frauen und Männer suchten im Mai im Bezirk der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven zwischen Wangerooge und Wildeshausen einen Ausbildungsplatz für den Herbst. Mehr als 2 650 Ausbildungsstellen sind noch offen, gibt Zimmermann einen Einblick in die weitere Region. Sie verweist darauf, dass die Unternehmen im Mai 111 Ausbildungsstellen neu zur Besetzung gemeldet hatten. 229 junge Leute haben sich bei der Berufsberatung als Bewerber einschreiben lassen.

Insgesamt waren damit seit Oktober 2019 4 509 Ausbildungsstellen gemeldet worden (-9,1 Prozent zum Vorjahr). 5 032 Jugendliche hatten sich bei der Berufsberatung registriert. Das sind 7,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Einen Rückgang gibt es vor allem bei Jugendlichen mit Fachhochschulreife und Abitur – hier sind die Zahlen um rund 20 Prozent niedriger. Das liegt vor allem daran, dass es an den allgemeinbildenden Gymnasien in diesem Jahr keinen Abi-Jahrgang gibt.

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