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Viele lassen ihre Maske noch auf

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Von: Dierk Rohdenburg

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Einkaufen mit Maske: Viele tragen den Schutz weiterhin freiwillig.
Einkaufen mit Maske: Viele tragen den Schutz weiterhin freiwillig. © dpa

Wildeshausen – Maske auf – oder doch nicht mehr? Diese Frage stellen sich viele Bürger derzeit, weil die Regelungen je nach Ort ganz unterschiedlich sind und man sicherheitshalber immer einen Mund-Nasen-Schutz dabei haben sollte.

Beim Betreten von Einzelhandelsgeschäften beispielsweise gibt es seit einem Monat keine gesetzliche Grundlage mehr dafür, eine Maske zu tragen.

Der Ladenbesitzer kann jedoch von seinem Hausrecht Gebrauch machen und eine Tragepflicht erlassen.

Das ist allerdings wohl nur sehr selten der Fall. Deutlich häufiger kommt es vor, dass die Geschäfte ihre Kunden bereits an der Eingangstür bitten, als vorbeugenden Gesundheitsschutz weiterhin eine Maske zu tragen. Wie beispielsweise bei der Gildebuchhandlung in Wildeshausen. „Wir fragen Kunden, die keinen Schutz tragen, ob sie einen dabei haben“, so Inhaber Peter Gebhardt. Manche Leute haben es einfach nur vergessen.“

Zu aggressiven Reaktionen sei es bislang nicht gekommen, berichtet er weiter. „Das war eher zu der Zeit, als noch die gesetzliche Pflicht bestand.“ Gebhardt trägt ebenso wie seine Mitarbeiter eine Maske. Bei den Kunden sieht er ein Verhältnis von 80 Prozent mit Mund-Nasen-Schutz zu 20 Prozent, die darauf verzichten.

In öffentlichen Gebäuden muss zumeist Maske getragen werden

Bei Oliver Einemann, Inhaber des E-Centers am Westring, ist das Verhältnis anders. „Rund 60 Prozent tragen eine Maske. Tendenz sinkend“, schätzt er. Seine Mitarbeiter hingegen tragen sie zu 100 Prozent. „Solange die Arbeitsschutzverordnung das vorsieht“, so Einemann. Das sei bis zum 25. Mai der Fall.

Wer ein öffentliches Gebäude wie das Kreishaus oder die Rathäuser im Landkreis betritt, ist weiterhin verpflichtet, eine Maske zu tragen. „Das gilt immer noch“, so Lena Depken von der Wildeshauser Stadtverwaltung. Die Mitarbeiter könnten in den Büros darauf verzichten, bei Kundenkontakt oder beim Gang über den Flur, müsse aber eine Maske getragen werden. Pressesprecher Hans Ufferfilge ergänzt, dass es im Krandelbad weiterhin eine Tragepflicht bis zu den Umkleidekabinen gibt.

Seit Montag gilt im Wildeshauser Amtsgericht für Besucher keine Tragepflicht mehr auf den Fluren. Es herrscht auch keine 3G-Regelung mehr. „Für Verfahrensbeteiligte einer Gerichtsverhandlung entscheidet der Richter über die Geltung einer 3G-Regelung, das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske einschließlich des Standards“, heißt es an der Tür. In den Verhandlungen am Montag war den Beteiligten freigestellt, ob sie Maske tragen. Die meisten wollten darauf nicht verzichten.

Polizei und Feuerwehr setzen bei ihren Einsätzen weiter auf den Schutz. „Im Streifenwagen und im Außenkontakt wird Maske getragen“, betont Stefan Schmitz von der Polizeipressestelle. Besucher müssten ebenfalls Maske tragen, in den Büros könnten die Kollegen am Schreibtisch darauf verzichten.

Bei der Wildeshauser Feuerwehr gibt es laut Pressesprecher Daniel Engels zwar keine gesetzlichen Vorgaben. „Wir haben uns aber intern darauf verständigt, dass wir bei Übungsdiensten und Einsätzen Masken tragen. Dadurch können wir die Bereitschaft gewährleisten“, sagt er. Bislang sei die Feuerwehr in Wildeshausen so sehr gut durch die Pandemie gekommen.  

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