Camp des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ aufgelöst

„Viele konstruktive Gespräche geführt“

Zu Besuch im Camp: Vertreter des Naturschutzbundes sowie des Bündnisses MUT.
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Zu Besuch im Camp: Vertreter des Naturschutzbundes, der Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung sowie des Bündnisses MUT.

Goldenstedt – Die Organisatorin des Protestcamps „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ am Hartensbergsee in Goldenstedt blicken in einer eigenen Einschätzung auf „bewegte und erfolgreiche Tage“ zurück, in denen sie zahlreiche Gespräche mit der lokalen Bevölkerung führten, Workshops abhielten und Protestaktionen veranstalteten. Unter anderem waren auch Vertreter des Naturschutzbundes Dötlingen-Wildeshausen, des Bündnisses MUT und der Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung im Camp, um sich über den Protest zu informieren.

Die Initiatoren erinnern daran, dass sie am Donnerstag mit rund 150 Personen die Zentrale des Geflügelschlachtkonzerns PHW (Wiesenhof) mit dem Futtermittelwerk MEGA Tierernährung für zehn Stunden von 11.30 bis 21.30 blockiert hatten.

Nachdem der Landkreis Vechta das Camp zunächst verboten und „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ erfolgreich vor dem Oberverwaltungsgericht das Recht auf Versammlungsfreiheit durchgesetzt hatte, begann vor rund einer Woche der Aufbau des Camps auf der Fläche nahe des Hartensbergsees in Goldenstedt.

In der lokalen Bevölkerung stieß das Camp auf großes Interesse, löste aber auch Kritik aus. Dazu Friederike Schmitz vom Bündnis: „In der vergangenen Woche kamen viele Menschen zu unserem Camp, um sich zu informieren und mit uns zu diskutieren. Wir haben tägliche Campführungen angeboten, konnten Fragen beantworten und Standpunkte austauschen. Die allermeisten Gespräche waren konstruktiv und angeregt. Wir merken, dass die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Landwirtschaft, insbesondere der Tierindustrie, auch bei vielen Menschen in der Region besteht.”

Das Camp am Hartensbergsee von oben.

Die Blockade des PHW-Konzerns in Rechterfeld wertet Franziska Klein von „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ als Erfolg: „Wir haben es geschafft, mit PHW einen der weltweit wichtigsten Konzerne der Tierindustrie lahmzulegen. Wir haben uns nicht aufhalten lassen und haben zivilen Ungehorsam geleistet, um für eine Landwirtschaft zu protestieren, die nicht auf Kosten von Menschen, Tieren, Umwelt und Klima passiert. Wir müssen als Gesellschaft über die Transformation der Landwirtschaft diskutieren. Klar ist: Die Tierindustrie ist nicht zukunftsfähig!”

Das Camp wurde am Sonnabend wieder aufgelöst.

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