Planungen für Open-Air-Festival schwierig / Neuauflage 2021 in Gefahr

Viele Fragezeichen um „Genuss am Fluss“

Das Festival ist auch wegen der vielen Aussteller bei Besuchern aus Wildeshausen und umzu beliebt. ARCHIVFoto: dr

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Normalerweise würden Thorsten Koschnitzke und Stefan Iken jetzt mitten in der konkreten Planung für die Neuauflage von „Genuss am Fluss“ stecken. Wie berichtet, soll das Festival im Juli 2021 in neuem Glanz auf dem Gelände von Gut Spasche gefeiert werden. Und ein Jahr Vorlauf ist bei solchen Großveranstaltungen mit Tausenden Besuchern normal. Doch im Moment hängen die Organisatoren etwas in der Luft. Hauptsächlich wegen behördlicher Regelungen, die derartige Events im Augenblick unmöglich machen. Aber noch ist unklar, wie lange diese Einschränkungen gelten.

„Das Ganze ist unheimlich schlecht planbar“, sagt Koschnitzke. Das bedeute zum jetzigen Zeitpunkt aber keineswegs das Ende oder eine erneute Verschiebung von „Genuss am Fluss“, stellt er klar. „Momentan kann wegen Corona niemand genau sagen, was kommendes Jahr sein wird“, berichtet Koschnitzke, der mit Unterhaltern und Ausstellern in Kontakt steht. „Von Licht- und Tontechnik bis hin zu den Künstlern steht gerade alles still.“ Und auch auf der Sponsorenseite gestaltet sich das Geschäft schwierig. „Grundsätzlich haben schon einige Firmen zugesagt, aber es gibt noch nichts Konkretes.“ Die Unternehmen wüssten eben auch nicht genau, wie sich ihre wirtschaftliche Lage entwickeln werde. Das Festival sei auf Sponsoren angewiesen.

Entscheidung soll bald fallen

Die mehrtägige Veranstaltung soll kommendes Jahr auf bis zu 100 Aussteller anwachsen. Ebenso sind verschiedene musikalische Auftritte vorgesehen. Die Organisatoren Koschnitzke und Iken hatten sich vergangenes Jahr entschieden, das 2015 und 2017 gewählte Areal an der Herrlichkeit zu verlassen und stattdessen eine Kooperation mit Gut Spasche einzugehen. Das Gelände bietet viele Möglichkeiten, unter anderem um die 1 000 Parkplätze. Und einen Fluss gibt es auch, zwar fließt keine Hunte am Gut vorbei, aber immerhin befindet sich dort die Brookbäke. Die Kooperation ist nach wie vor von allen Seiten gewünscht, so Koschnitzke. „Die Zusammenarbeit klappt gut.“

Ganz anders als vorher, denn die 2019er-Auflage war laut den Veranstaltern wegen mangelnder Unterstützung durch die Stadt ausgefallen. Wegen der kurzen Vorlaufzeit konnte 2020 aber kein „Genuss am Fluss“ gefeiert werden. Hinzu kam, dass das Open-Air-Festival vom oftmals verregneten September in den Juli vorverlegt werden sollte und es – vom damaligen Standpunkt aus gesehen – schon viele Konkurrenzangebote im Rahmen der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum geben sollte.

Und wie geht es jetzt weiter? „Wir geben uns noch einen Monat“, sagt Koschnitzke, der hofft, dass die Lage bis dahin etwas klarer ist. Irgendwann müsse die Entscheidung fallen, angesichts des hohen Arbeitsaufwandes und des Risikos für die Veranstalter. Er sei eigentlich ganz optimistisch, dass es eine Lösung geben werde. Die dürfte aber nicht so wie bei der Landpartie im Museumsdorf Cloppenburg aussehen. Dort soll die Veranstaltung am 24. Mai im Internet stattfinden. „Das ist nicht das Ziel der Übung“, betont Koschnitzke, der sich wieder eine Open-Air-Veranstaltung in Wildeshausen wünscht.

Sollte es nicht dazu kommen, würde das sicherlich wehtun. „Da hängen wir mit Herzblut dran“, sagt Koschnitzke, der aber betont, dass keine Existenzen an der Veranstaltung hängen. „Für uns ist das ein Nebenprojekt.“

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