Viele Eltern gehen mit ihren Kindern auf die Burgwiese und ins Jugendzentrum

Familienfest eröffnet die interkulturelle Woche

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Im Bällebad wühlten vor allem jüngere Kinder gern.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Vielfalt statt Einfalt: Mit einem Familienfest bei bestem spätsommerlichen Wetter hat am Sonntag die interkulturelle Woche in Wildeshausen begonnen.

Bürgermeister Jens Kuraschinski sagte während seiner Eröffnungsrede scherzhaft: „Für das Wetter habe ich persönlich gesorgt.“ Wie er das angestellt hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Die Besucher freuten sich jedenfalls über die strahlende Sonne, und so schlenderten Asiaten, Türken und Deutsche über die Burgwiese, schauten sich das Puppentheater im Jugendzentrum an oder probierten Essen vom internationalen Büfett.

So zum Beispiel Ayfer Cakir aus Bremen im Jugendzentrum. Ihre Schwester arbeitet dort, und die 36-Jährige Hansestädterin besuchte mit ihren zwei Kindern wie schon vor zwei Jahren das Fest. „Es gibt ein schönes Programm für Kinder“, lobte sie, während sie sich am Büfett nach etwas Leckerem umsah. Die Rote-Linsen-Frikadellen hatte sie zuvor selbst beigesteuert. Das Gericht kommt aus der Türkei.

Während Ayfer Cakir das Büfett erkundete, konzentrierte sich Erik (9) nebenan darauf, die Billard-Kugeln richtig zu treffen. Er spielte gegen seinen Vater, der sich noch etwas umschaute, während sein Sohnemann gedanklich schon voll im Spiel war. „Papa, du bist dran“, erinnerte der junge Wildeshauser seinen Vater. „Steh hier nicht so rum“, ermahnte er ihn.

Szenenwechsel: Auf der Burgwiese rutschten die Kinder in der Hüpfburg, wühlten im Bällebad oder stapelten leere Getränkekisten. Dabei wollte die kleine Anna Marie (5) hoch hinaus. „Sie wollte unbedingt Kisten stapeln, das hat vergangenes Jahr so gut geklappt“, sagte ihre Mutter, Michaela Einemann (28).

Interkulturelles Fest in Wildeshausen

Aber das letzte Mal ist eben doch schon ein Jahr her. Die Fünfjährige mühte sich ab, hatte ein bisschen Angst. Sie war mit einem Seil gesichert, stand mit ihren Füßen im Griff einer Kiste und stieg durch immer neue Kisten, die ihr die Assistentin reichte, höher und höher. Sechs Kisten schaffte sie schließlich, eine mehr als im Vorjahr.

Neben diesen Angeboten stellten sich auch ehrenamtliche Vereine wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auf der Burgwiese vor. Es standen Tanz, Musik und Akrobatik im Jugendzentrum auf dem Programm, und alles – bis aufs Essen – war kostenlos.

Das sei auch ein Verdienst der vielen Loskäufer bei der Weihnachtstombola, erklärte Dr. Jutta Windeler vom Rotary-Club. „Ich freue mich auf leuchtende Kinder-Augen“, sagte sie während der Eröffnungsrede. Und da sollte sie nicht enttäuscht werden.

In den kommenden Tagen stehen weitere Veranstaltungen der interkulturellen Woche an: Am Montag ab 17 Uhr gibt es „Arabische Küche für alle“ im Jugendzentrum.

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