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Viele Arbeitsuchende fanden 2021 einen neuen Job

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Von: Dierk Rohdenburg

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Agentur für Arbeit in Wildeshausen: Die Arbeitslosenzahlen entwickelten sich 2021 erfreulich.
Agentur für Arbeit in Wildeshausen: Die Arbeitslosenzahlen entwickelten sich 2021 erfreulich. © dr

Landkreis – Im Jahr 2021 ist die Arbeitslosigkeit in den vier Landkreisen und den drei kreisfreien Städten, die den Bezirk der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven bilden, gesunken.

Um 6,4 Prozent niedriger ist die Zahl der Arbeitslosen, die im Jahresdurchschnitt bei 248.758 Personen lag, 1.679 Personen weniger als 2020. Im Bereich der Geschäftsstelle Wildeshausen sank die Zahl der Arbeitslosen von durchschnittlich 1.169 im Jahr 2020 auf 1.098.

Somit gab es im Schnitt 71 Arbeitslose weniger. Die Quote sank von 3,7 auf 3,5 Prozent, während die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen von 550 im Jahr 2020 auf 635 in 2021 stieg.

„Auch 2021 haben wir die Folgen der Pandemie gespürt“, sagt der Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, Thorsten Müller. „Gegenüber dem Jahr 2020 ist aber eine deutliche Erholung zu beobachten. Unter anderem die stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit hat Beschäftigung gesichert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert.“ Müller führt weiter aus: „Der Arbeitsmarkt erholt sich schrittweise von der Corona-Krise.“

Zahl der Langzeitarbeitslosen macht Sorgen

Sorge macht der Agentur für Arbeit im Verlauf der Pandemie die Langzeitarbeitslosigkeit. Wer in den ersten Monaten der Corona-Pandemie arbeitslos wurde und keine neue Beschäftigung aufnehmen konnte, ging nach einem Jahr in die Langzeitarbeitslosigkeit über. Im Geschäftsstellenbezirk Wildeshausen gab es 2020 268 Langzeitarbeitslose und 2021 329. Das ist ein Anstieg um rund 22 Prozent. Erfreulich entwickelte sich die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren. Hier sank die Zahl von 140 auf 119.

Inwieweit sich die Pandemie auch noch auf den Arbeitsmarkt des Jahres 2022 auswirken wird, hängt nach Angaben der Agentur für Arbeit auch maßgeblich von Impfschutz und Einhalten der Regelungen in dieser Zeit ab. „Die vergangen fast zwei Jahre haben aber auch gezeigt, dass der Arbeitsmarkt vor allem auch durch das Mittel Kurzarbeit stabil ist“, so Müller. Daher rückten 2022 mittelfristig wieder die Themen in den Fokus, die auch vor der Krise dominierten: Fachkräftesicherung, Transformation, Digitalisierung und Demografie. Gerade der Fachkräftemangel sei bereits jetzt Thema in vielen Betrieben im Agenturbezirk Oldenburg-Wilhelmshaven.

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