Becken zugeschüttet / Schimmel im Sanitärraum

Kläranlage am Nordring: Viel Sand und eine neue Umkleide

Rund 200 Ladungen Sand wurden zum Klärwerk gebracht, um die vier großen Löcher aufzufüllen, wo früher Becken waren. Fotos: Rohdenburg
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Rund 200 Ladungen Sand wurden zum Klärwerk gebracht, um die vier großen Löcher aufzufüllen, wo früher Becken waren.

Wildeshausen – Viel Verkehr herrschte in der Vorweihnachtszeit auf dem Gelände der Wildeshauser Kläranlage am Nordring. Noch vor dem Fest wurde im Eingangsbereich eine neue Trafostation errichtet, die die in die Jahre gekommene Station ersetzt. Unterdessen war eine Erdbaufirma damit beschäftigt, rund 200 Lastwagenladungen Sand zum hinteren Bereich des Klärwerks zu bringen, wo in den vergangenen fünf Jahren vier große Becken weggerissen wurden. Die Gruben mussten nun aufgefüllt werden. Das Material kommt aus den nahegelegenen Marschwiesen, denn dort werden neue Überschwemmungsflächen als Ausgleichsmaßnahme für Bauvorhaben angelegt.

Im kommenden Jahr wird auf der Anlage am Nordring aber erst richtig gebaut. Der Rat der Stadt Wildeshausen hat für 2020 und 2021 insgesamt 280.000 Euro im Haushalt freigegeben, um ein neues Gebäude mit Umkleiden, Wasch- sowie Dusch- und Nebenräumen zu bauen. „Eine kurzfristige Umsetzung ist erforderlich, da der Keller massiv mit Schimmel belastet ist“, heißt es im Haushaltsplan.

Baudezernent Manfred Meyer bestätigte, dass es dort seit Jahren Probleme gibt. Man habe mit mehreren Sanierungsmaßnahmen versucht, die Schäden zu beheben und Schimmel für die Zukunft auszuschließen. „Wir finden jedoch die Leckstelle nicht“, erklärte er auf Nachfrage.

Bevor weiteres Geld für eine Sanierung des Baus aus dem Jahr 1976 verwendet wird, ist jetzt ein Neubau unmittelbar neben dem bisherigen Sozialgebäude vorgesehen. Er erhält ebenso wie die Bestandsimmobilie eine Schwarz-Weiß-Trennung für alle Angestellten und deren Kleidung. „Von meinen Mitarbeitern verlässt keiner das Gelände ungeduscht“, verdeutlicht Klärwerksleiter Matthias Schnieder die klare Haltung im Betrieb, der mit allerlei Schmutzstoffen hantiert.

Gleich neben dem Hauptgebäude soll der neue Sozialtrakt mit Schwarz-Weiß-Trennung entstehen.

Wenn die Angestellten zur Arbeit kommen, können sie sich im weißen Bereich umziehen, passieren den Duschbereich und können im schwarzen Bereich ihre gewaschene Arbeitskleidung anziehen. Diese wird am Ende des Arbeitstages im schwarzen Bereich wieder in die Wäsche gegeben.

Die Duschhandtücher werden separat gewaschen, und im weißen Bereich darf die Alltagskleidung angezogen werden. „Wir haben den ganzen Tag mit Fäkalien und Keimen, aber auch mit Schmieröl und Fetten zu tun“, so Schnieder. Aus diesem Grund verwenden die Mitarbeiter auch nur Papier zum Abtrocknen der Hände nach dem Waschen.

Das neue Sozialgebäude dürfte 2021 fertig sein. Deutlich früher soll die Tuchfiltration für Mikroplastik im Klärwerk installiert sein. Eigentlich war der Einbau schon bis Ende dieses Jahres geplant, weil der Testlauf in 2018 erfolgreich gewesen war. Die Ausschreibungen verliefen aber nicht so wie geplant, sodass ein erneuter Anlauf erforderlich ist. Im Haushalt sind dafür schon länger 300.000 Euro veranschlagt.

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