Corona-Auswirkung? Remondis verzeichnet eine Steigerung um 260 Tonnen

Viel mehr Verpackungsmüll im Landkreis Oldenburg

Gelbe Säcke an der Straße: Im Jahr 2020 gab es im Landkreis Oldenburg deutlich mehr Verpackungsmüll. Symbolfoto: dpa
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Gelbe Säcke an der Straße: Im Jahr 2020 gab es im Landkreis Oldenburg deutlich mehr Verpackungsmüll. Symbolfoto: dpa

Landkreis – Die Corona-Pandemie wirkt sich nicht nur auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben aus, sie führt auch zu einer Steigerung des Abfallaufkommens im Landkreis Oldenburg. Das steht jedenfalls zu vermuten, wenn man die Sammelzahlen der Firma Remondis mit Sitz in Hockensberg betrachtet. Normalerweise bewegt sich die Müllmenge um die 4 500 Tonnen pro Jahr.

2020 waren es jedoch 260 Tonnen mehr. „Im Jahr 2018 haben wir 4 354 Tonnen auf unseren Hof transportiert“, berichtet Remondis-Niederlassungsleiter Peter Schröder. „Im Jahr 2019 waren es 4 447 Tonnen, nun aber 4 717 Tonnen.“ Es komme schon mal vor, dass in einem Jahr bis zu 100 Tonnen mehr anfallen, weil die Zahl der Einwohner wachse oder die Feiertage so liegen, dass mehr Müll anfällt. Eine Steigerung um 260 Tonnen müsse aber etwas mit der Pandemie zu tun haben. „Viele Menschen waren wochenlang zu Hause und haben selbst gekocht. Dabei ist sicherlich mehr Müll zusammengekommen“, glaubt Schröder.

Geld kommt vom Dualen System

Für Remondis sind die Wertstoffe aus dem gelben Sack nur ein durchlaufender Posten. Das Unternehmen bekommt sein Geld von der Firma Duales System Deutschland. Diese holt die Stoffe vom Betriebshof und bringt sie zur Sortierung und Weiterverwertung nach Bassum. Der Trend aus dem Landkreis ist auch in der Stadt Oldenburg zu erkennen. Von dort heißt es in einer Mitteilung: „Die Corona-Pandemie hat vieles zum Stillstand gebracht. Nicht jedoch die Abfallproduktion der Oldenburger, im Gegenteil: In 2020 ist die Müllmenge im öffentlichen Bereich deutlich gestiegen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt hat 69  384 Tonnen Abfall gesammelt. Das entspricht einer Steigerung um 7,4 Prozent gegenüber der Vorjahresmenge von 64 619 Tonnen.“ Außerdem hat die ARGE Duales System in Oldenburg 6 302 Tonnen über die gelben Säcke beziehungsweise Tonnen gesammelt. Das sind sieben Prozent mehr als 2019. Das Pro-Kopf-Aufkommen stieg um zwei Kilogramm auf 37 Kilogramm pro Einwohner.

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