Bürgerverein Ahlhorn kritisiert Wildeshauser Bürgerinitiative / Möllmann: Tür wird geöffnet

Viel Lärm um Nachtflüge nach Ahlhorn

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Noch gibt es keine Landegenehmigung für Flugzeuge bis zu einem Gewicht von 14 Tonne für den Flugplatz in Ahlhorn, doch dringt schon jetzt einiges an Lärm aus Ahlhorn in die Kreisstadt.

Dort ärgert sich der Bürgerverein über die Aktivitäten in Wildeshausen, wo vor wenigen Monaten die Initiative „FloW – Fluglärm ohne Wildeshausen“ gegründet wurde. Der Bürgerverein kritisiert auf einem Flugblatt, das den neuen Bürgerboten beiliegt, dass „FloW“ Szenarien von lärmenden Frachtfliegern in der Nacht an die Wand male, obwohl die Flugplatz Ahlhorn GmbH lediglich einen Sonderlandeplatz unter Sichtflugbedingungen mit einer Gewichtsbegrenzung von 14 Tonnen beantragt habe. Zudem sei eine Nachtfluggenehmigung nur für Geschäftsflieger bis zu dieser Gewichtsklasse gewünscht. In dem Flugblatt heißt es: „Das schließt von vornherein aus, dass in Ahlhorn Frachtflugzeuge oder anderes Großfluggerät gewerblich fliegen kann. Selbst das kleinste eingesetzte Frachtflugzeug, eine Fokker 50, bringt bereits ein maximales Startgewicht von 22,95 Tonnen auf die Waage.“ Der Bürgerverein klagt, dass die Wildeshauser Flugplatzgegner Ängste mit Lärmszenarien schürten, die es nicht gebe und auch in Zukunft nicht geben werde. Natürlich wolle man auch die Nachtruhe, heißt es in dem Flugblatt, doch gegen einen Flugbetrieb der sich im Rahmen der beantragten Genehmigung bewege, gebe es von Seiten des Bürgervereins Ahlhorn keine Bedenken.

Dem kann der Vorsitzende von „FloW“, Ralf Möllmann, nur zustimmen. „Im Ergebnis sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt“, erklärt er. „Richtig ist, so viel Sachkenntnis haben wir, dass das im Januar kommende Genehmigungsverfahren keine nächtliche Lärmbelästigung für Wildeshauser und Ahlhorner Bürger darstellt.“ Vielmehr sehe „FloW“ die Gefahr, dass eine Nachtfluggenehmigung Tür und Tor öffne, aus dem Flugpark Ahlhorn in der Zukunft einen Cargo-Flughafen mit 24-Stundenbetrieb zu entwickeln. „Es ist für einen Betreiber der ‚normale‘ Prozess, sich schrittweise zu etablieren. Es muss zuerst der Bedarf geweckt und festgestellt werden, und dann kommt die nächste Ausbaustufe. Der Zeithorizont ist hier mit Jahren zu bemessen“, so Möllmann.

Der aufmerksame Betrachter könne bereits jetzt erkennen, dass die Antragsinhalte Sichtflug und Nachtflug im Gegensatz zueinander stehen. Nachts ist es bekanntlich dunkel, und, außer bei klaren Vollmondnächten, kann der Flughafen gemäß Sichtbedingungen nicht angeflogen werden. Somit bleibe die Frage: Warum beharrt der Flugpark Ahlhorn auf die Nachtflugmöglichkeit, wenn es aktuell technisch nicht notwendig ist?

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Impfstoff fehlt und 2G-plus-Regel ab Mittwoch im Landkreis Oldenburg

Impfstoff fehlt und 2G-plus-Regel ab Mittwoch im Landkreis Oldenburg

Impfstoff fehlt und 2G-plus-Regel ab Mittwoch im Landkreis Oldenburg
Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn bis in die Nacht gesperrt

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn bis in die Nacht gesperrt

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn bis in die Nacht gesperrt
Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus

Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus

Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus
Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Kommentare