Neuerung seit Montag

Viel Interesse am digitalen Impfpass in Wildeshauser Apotheken

Alternative: Der digitale Impfpass auf dem Smartphone kann das alte gelbe Heft ersetzen.
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Alternative: Der digitale Impfpass auf dem Smartphone kann das alte gelbe Heft ersetzen.

Alle Apotheken in Wildeshausen haben am Montag parallel zum Bundesstart erstmals digitale Impfpässe angeboten. Damit bestätigten sich zumindest in der Kreisstadt Befürchtungen nicht, dass die Neuerung noch nicht sofort in jeder Apotheke zur Verfügung stehen könnte.

Einziges Problem sei der Zugriff auf das nationale Portal, um die Daten der vollständig geimpften Personen einzugeben, sagte Hildegard Brunemund, Inhaberin der Zana-Apotheke am Mühlendamm. „Viele Apotheken wollen gerade auf das Portal, deswegen kommt es wohl zu Verzögerungen“, meinte sie am Vormittag. Auch in anderen Städten gab es laut Medienberichten zuerst Probleme mit dem Portal.

Kunden könnten aber ihre Daten in der Apotheke hinterlegen und sich später den QR-Code abholen, bemühte sich Brunemund um eine unbürokratische Lösung. So müsste niemand lange vor Ort warten.

Der Code muss mit dem Smartphone eingescannt werden, damit eine entsprechende App die Impfung registriert. Zum Beispiel bei Auslandsreisen kann der Eintrag in der App dann vorgezeigt werden, um deutlich zu machen, dass man vollständig geimpft ist.

Trotz des digitalen Impfpasses verliere das bisherige gelbe oder weiße Heft mit den Eintragungen der Impfungen keineswegs seine Gültigkeit, betonte Brunemund. Es sei einfach nur angenehmer, da viele Leute das Smartphone immer dabei hätten.

Vollständig Geimpfte wollen Nachweis

Nicht nur bei der Zana-Apotheke war das Interesse am Montag groß. „Die Kunden sind sehr interessiert an dem Angebot. Es waren auch schon viele da“, berichtete Martina Schienerer, Inhaberin der Kronen-Apotheke an der Westerstraße, am Vormittag. Allerdings habe man in den Medien appelliert, nicht gleich am Montag in die Apotheken zu gehen. „Wir vermuten, dass noch viele nachziehen werden“, so die Pharmazeutin.

„Die Ausstellung der digitalen Impfzertifikate klappt sehr gut, trotz der kurzfristigen technischen Umsetzung“, meldete Schienerer aber, dass es kaum Probleme gebe. Die Erstellung des QR-Codes funktioniere sehr zügig.

Aus der Markt-Apotheke an der Westerstraße berichtet Filialleiterin Anke Kathmann, dass „das System noch ein bisschen hakelig läuft“, man sich aber gut einarbeite. Das Interesse sei noch überschaubar, hieß es am Montagvormittag. „Da kommt bestimmt noch was. Einige haben bestimmt nicht damit gerechnet, dass am ersten Tag schon alles möglich ist.“

Zuletzt hatte unter anderem der Deutsche Apothekerverband davor gewarnt, dass in den ersten Tagen noch längst nicht an allen Standorten digitale Impfpässe ausgestellt werden können. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte an die vollständig Geimpften appelliert, nicht gleich am ersten Tag den neuen, digitalen Ausweis in der Apotheke zu holen.

Infos

Auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de können Interessierte ihre Postleitzahl eingeben und erfahren, welche Apotheke in der Nähe den digitalen Impfpass und andere Dienstleistungen anbietet.

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