Stadt investiert in Entwicklungsmaßnahme / 3,6 Millionen Euro Verlust absehbar

Viel Geld für neue Wohnbauflächen

Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme: Die Stadt Wildeshausen muss dafür viel Geld investieren.
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Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme: Die Stadt Wildeshausen muss dafür viel Geld investieren.

Wildeshausen – Die Stadt Wildeshausen muss nach Angaben der Verwaltung in den nächsten Jahren viel Geld investieren, um die Wohnbauentwicklung in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) „Vor Bargloy“ voranzutreiben. Das Investitionsvolumen für die Wohnbauentwicklung – Ankauf und Erschließung – beträgt rund 11,3 Millionen Euro. Das Geld muss zunächst vorfinanziert werden, was sich in den Haushaltsplänen für 2021 bis 2023 niederschlägt. Allerdings rechnet die Stadtverwaltung zeitnah mit Rückflüssen aus den Verkäufen der erschlossenen Grundstücke. Dafür sollen rund 12,6 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt werden. Diese Einnahmen sind in den Jahren 2023 sowie 2024 eingeplant.

Derzeit ist sowohl in den Gewerbegebieten als auch dort, wo bald Wohnhäuser stehen, einiges in Arbeit. So hat die Ersterschließung der Böttcherstraße begonnen. Hier gibt es schon einige neue Betriebe, die sich entweder neu angesiedelt haben oder aus dem Stadtgebiet von Wildeshausen kommen. Unter anderem ist an der Straße auch der Bau des neuen Postverteilzentrums geplant.

Grunderwerb geplant

Nach Angaben der Verwaltung laufen zudem Verhandlungen zum Erwerb eines weiteren Grundstücks an der Visbeker Straße, um das städtische Angebot an Gewerbeflächen aufstocken zu können. Ergänzend sollen Mischgebietsflächen mit Gewerbe und Wohnnutzung zwischen der Gutenbergstraße (Entlastungsstraße) und der Kapitän-Strasser-Straße entwickelt werden. Die Erschließungskosten von rund 700 000 Euro möchte die Stadt durch die Verkaufserlöse decken.

Im neuen Haushaltsentwurf ist auch der Grunderwerb für die gesamte Entlastungsstraße vom Bargloyer Weg bis zur Ahlhorner Straße vorgesehen. Es werden 3,89 Millionen Euro veranschlagt. Der Grunderwerb ist nach Auskunft der Stadt entscheidend, um die Voraussetzungen für eine mögliche Förderung nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz von bis zu 60 Prozent für die Bau- und Grunderwerbskosten beantragen zu können.

Sasse spricht von „Erfolgsmodell“

Einem Weiterbau der Entlastungsstraße bis zur Querverbindung „An der Reithwiese“ (Famila) steht derzeit auch die Verlegung der 110-kV-Leitung in der StEM im Wege. Zwar hat die Stadt bereits rund 1,8 Millionen Euro für die Maßnahme in den Haushalt eingestellt, doch die Umsetzung ist erst in den kommenden beiden Jahren geplant. Erst dann ist auch klar, wie teuer die Verlegung tatsächlich wird.

In einer aktualisierten Bilanz zeigte die Stadtverwaltung vor wenigen Tagen die Gesamtbilanz für die StEM auf. Danach wurden bis August 2,5 Millionen Euro für Planungsleistungen aufgebracht. Bis zum Ende der Maßnahme sind weitere 180 000 Euro fällig. Für Grunderwerb, Begrünung und Ausgleichsflächen wurden bislang 12,4 Millionen Euro ausgegeben. 17, 4 Millionen Euro müssen noch investiert werden. „Die Baukosten betrugen 10,5 Millionen Euro“, so Wirtschaftsförderer Claus Marx. 14,5 Millionen Euro müssten noch investiert werden. Unter dem Strich wurden im August 6,5 Millionen Euro Verlust mit der Maßnahme bilanziert. Die Stadtverwaltung ist aber zuversichtlich, das Minus auf 3,6 Millionen Euro drücken zu können.

CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse sprach in diesem Zusammenhang von einen „Erfolgsmodell“. Jens-Peter Hennken (CDW) freute sich, dass sich das Worst-Case-Szenario von vor drei Jahren mit 16 Millionen Euro Verlust nicht bestätigt hat, und Rainer Kolloge (UWG) äußerte sich erleichtert darüber, dass die Leute bei niedrigen Zinsen in Immobilien investieren und somit für eine rege Bautätigkeit gesorgt haben.  dr

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