Vorstand will zudem Grundstückskauf im Krandel prüfen

VfL kämpft für Kunstrasen

VfL-Vorsitzender Wolfgang Sasse (links) ehrte die langjährigen Mitglieder Wolfgang Buchmann (40 Jahre und Ehrenmitglied), Hans Hermann Ahlers (Ehrenmitglied), Anke Behrends (30 Jahre), Heike Hülsmann (20 Jahre) sowie Christoph Hülsmann (30 Jahre Übungsleiter Trampolin, von links). - Foto: Nosthoff

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Drei Anträge stellte der Vorstand des VfL Wittekind am Freitagabend im Reitersaal des Hannoverschen Hofs während der Jahreshauptversammlung des Vereins. Und einstimmig gaben die Mitglieder grünes Licht.

Der Vorstand ist beauftragt, mit der Stadt über den Bau eines Kunstrasenplatzes mit Fluchtlicht und Toiletten auf den Nebenplätzen zu verhandeln. Zudem soll er mit der Stadt über den Kauf eines Grundstücks im Krandel sprechen. Und der VfL möchte auf Drängen des Abteilungsleiters die Handballsparte neu ordnen.

VfL-Vorsitzender Wolfgang Sasse betonte gleich am Anfang: „Die aktuelle Diskussion in Wildeshausen gefällt mir nicht.“ Damit bezog er sich auf die Finanzierung der Kinder- und Beachsportanlage, die auf dem Gebiet der ehemaligen Tennisanlage im Krandel neben dem Kinderland „Rämmi Dämmi“ entsteht und im Sommer eingeweiht werden soll. „Das Grundstück gehört der Stadt“, unterstrich Sasse. Der VfL investiere also für die Allgemeinheit. Die Anlage wird für jedermann zugänglich sein. „Der VfL bekommt von der Stadt 75 000 Euro für die Instandhaltung des Krandels – nicht mehr und nicht weniger“, so Sasse. Bis 2034 bestehe ein Pachtvertrag des Vereins mit der Stadt.

Der Vorstand macht sich auch Gedanken über weitere Projekte. „Der VfL ist mit aktuell 1 929 Mitgliedern und weiterhin steigender Tendenz der größte Mehrspartenverein in Wildeshausen ohne eigene Sportstätten“, so Sasse. Ein langfristiger Wunsch des Vorstands sei es daher, ein Grundstück im Krandel zu erwerben, „um auch einmal für den Verein selbst investieren zu können und dabei frei in unseren Entscheidungen zu sein“, so Sasse. Ob das realisierbar ist, soll der Vorstand mit der Rückendeckung der Mitglieder nun prüfen.

Ein Plädoyer für den seit Langem ersehnten Bau eines Kunstrasenplatzes hielt Ottmar Jöckel, stellvertretender Vorsitzender „Finanzen“ sowie Fußball-Abteilungsleiter: „Wir haben 430 Fußballer, die alle spielen und trainieren wollen.“ Doch bei Frost oder starkem Regen seien die Plätze nicht bespielbar. Es sei kein Zustand, viel Geld und Zeit in den Transport der Kinder und Jugendlichen zu anderen Sportstätten zu stecken. Eine Toilettenanlage auf den Nebenplätzen sei außerdem schon seit 20 Jahren nötig.

Sasse berichtete, dass der Rat der Stadt bereits 10 000 Euro Planungskosten in den Haushalt eingestellt habe, um den Bau eines entsprechenden Platzes zu prüfen.

Ein Transportproblem besteht auch in der Handballabteilung. Obwohl viele Übungsleiter aus Wildeshausen kämen, müssten die Spieler fürs Training teilweise nach Harpstedt oder Neerstedt gefahren werden. Auch die Kosten für den Verein seien hoch. „Bei den aktuellen Beiträgen dürfte uns ein Handballspieler im Durchschnitt 140 Euro kosten. In diesem Jahr kamen wir auf 175 Euro pro Kopf“, so Sasse. Der Mehrspartenverein als Solidargemeinschaft gleiche das Defizit aus. „Das kann einmal passieren, aber nicht jedes Jahr“, betonte der Vorsitzende. Die Handballabteilung soll daher neu geordnet werden. Für die oberen Ligen seien Spielgemeinschaften oder zumindest ein Austausch zwischen den Vereinen jedoch sinnvoll. Ein Vorstandsgespräch zwischen VfL und Harpstedter Turnerbund soll klären, wie genau es weitergehen kann.

Sasse ging auch auf die Vorstandswahlen im kommenden Jahr ein. Da Günter Lübke zurückgetreten sei, um in seiner Arbeit als Ratsherr nicht als befangen zu gelten, sei ein Stellvertreterposten vakant. Lübke habe er eigentlich als Nachfolger vorgesehen. „Im kommenden Jahr brauchen wir entweder einen neuen Vorsitzenden oder zumindest einen Stellvertreter“, so Sasse.

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