Halter geht gerichtlich gegen Verfügung vor

Wegen schlechter Pflege: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung in Wildeshausen

Diese Stute aus dem Pestruper Moor hat überlebt: Das Tier wurde vom Halter in private Hände gegeben.
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Diese Stute aus dem Pestruper Moor hat überlebt: Das Tier wurde vom Halter in private Hände gegeben.

Seitens Tierschützer wird die Kritik an Pferdehaltung im Pestruper Moor immer größer. Nun wurde die Haltung in Wildeshausen eingestellt.

Wildeshausen – Das Veterinäramt hat dem Mann ein unbefristetes Pferdehaltungsverbot erteilt. Das bestätigte der Leiter des Veterinäramtes, Carsten Görner. Der Halter klagt allerdings vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gegen die Verfügung.

„Der Verhandlung sehe ich aber gelassen entgegen“, so Görner. Die unsachgemäße Tierhaltung sei gut dokumentiert. Unterstützend dürfte hinzukommen, dass vor wenigen Monaten ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft an den Pferdehalter ergangen ist, weil er zwei Stuten vernachlässigt haben soll.

Zustände sind seit vielen Jahren bekannt

Unserer Zeitung hatte mehrmals über die Haltung im Pestruper Moor berichtet. Zunächst ging es um zwei Hengste, die keinen Unterstand hatten und bei denen die Weide mit einem nicht geeigneten Zaun geschützt wurde. Die beiden Hengste sind mittlerweile verstorben.

Vor wenigen Monaten rückte an anderer Stelle im Pestruper Moor aber die Haltung von zwei Stuten in den Blick von Polizei und Veterinäramt. Tierschützer monierten, dass zumindest eine der Stuten schwer leidet. Die Hufe des Tieres seien bedingt durch ihre Dauerrehe (Huflederhautentzündung) schnabelförmig nach oben gewachsen, unzumutbar lang und überall ausgebrochen. Die Anzeigenerstatter hatten nach eigenen Angaben beobachtet, dass das Pferd Mühe hatte, zu laufen. Zudem, so die Kritik, leide das Tier am Cushing-Syndrom, einer Hormonstörung. Der gesamte Körper sei mit Locken übersät. Die Tierschützer bezeichnen die Weide und die Stute als verwahrlost.

Eine Stute starb vor wenigen Wochen

Mittlerweile hat der Halter die Stute von einem Hufschmied versorgen lassen. Zudem leitete das Veterinäramt ein Verfahren gegen ihn ein. Das endete nun mit der Verbotsverfügung, die noch einmal gerichtlich überprüft wird.

Für die eine Stute, die auf den ersten Blick einen vitaleren Eindruck gemacht hatte, kam das alles zu spät. Das Tier starb an einer Kolik, die nach Angaben von Görner durchaus durch unsachgemäße Fütterung hervorgerufen worden sein könnte. Die Stute, die unter Rehe leidet, wurde laut Görner vom Halter in private Hände gegeben. Sie werde dort intensiv tierärztlich betreut.

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Aus Kreisen der Tierschützer war zu hören, man sei sehr froh, dass die problematische Haltung im Pestruper Moor nun beendet sei. Allerdings, so die Einschätzung, hätte man sich schnellere Maßnahmen gewünscht, die möglicherweise Pferdeleben gerettet hätten.

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