37 Betriebe und 19 Privatpersonen haben möglicherweise gefährliche Produkte bezogen

Veterinäramt spürt Wilke-Wurst im Landkreis Oldenburg auf

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Supermärkte, Restaurant und Seniorenheime haben Wurst der Firma Wilke bezogen.

Mindestens 37 Betriebe und 19 Privatpersonen im Landkreis Oldenburg haben Wurst- und Fleischwaren der Firma Wilke, die eventuell gesundheitsschädlich sind, gekauft oder bezogen. Das teilte das Veterinäramt des Kreises am Freitag mit.

Landkreis – Unter den Betroffenen sind unter anderem Supermärkte, Restaurants und Seniorenheime. Außerdem ist eine Person bekannt, bei der Symptome einer Listeriose vorliegen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass es genau diese Krankheit ist, ist nicht riesengroß, aber wir wollen kein Risiko eingehen“, sagte Dr. Gero Leiner vom Veterinäramt. Die Ärzte seien inzwischen sensibilisiert, und die Behörde würde Lebensmittelproben zum Testen einschicken. Das sei auch mit Fleisch und Wurst der erkrankten Person geschehen. 37 Betriebe klingt erst einmal viel, aber angesichts der großen Anzahl von Lebensmittelbetrieben im Landkreis vom großen Supermarkt bis zum kleinen Gastronomen sei die Zahl verhältnismäßig gering, so Leiner.

Listerien in Wilke-Wurst nachgewiesen

In Wilke-Wurst waren wiederholt Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem tödlich sein. Allerdings wies Leiner auch darauf hin, dass die Waren im erhitzten Zustand gesundheitlich unbedenklich sind. So müsse sich beispielsweise bei Salami auf der Pizza niemand Gedanken machen, da diese vor dem Essen ordentlich erhitzt wurde. Auch bei Menschen mit einem gesunden Immunsystem sei der Verbrauch der Produkte in der Regel nicht gesundheitsgefährdend. Bei Senioren, Kindern oder Kranken sei die Gefahr einer Erkrankung hingegen höher.

„Eigentlich sollte inzwischen alles aussortiert sein“

Leiner geht davon aus, dass alle Betriebe, die möglicherweise Wilke-Wurst in Verkehr bringen könnten, gewarnt sind. Sowohl seitens der Großmärkte als auch von der Behörde seien Warnhinweise ergangen. „Eigentlich sollte inzwischen alles aussortiert sein“, meinte er.

Doch damit ist die Arbeit der Behörde nicht getan, die auch den Rückruf der Produkte erfasst und immer wieder bei möglicherweise betroffenen Einrichtungen nachfasst. „Wir sind da mit Nachdruck hinterher“, versicherte Leiner, dessen Behörde täglich neue Listen abarbeitet.

Lebensmittelkontrolleure leisten Aufklärungsarbeit

Privatpersonen, die zum Beispiel mit einem Gewerbeschein beim Großmarkt eingekauft haben, werden angeschrieben oder angerufen. Zu eventuell betroffenen Einrichtungen wie Altenheimen „fahren wir sofort hin und machen klar Schiff, damit nichts passiert“. Die Lebensmittelkontrolleure müssen auch oft Aufklärungsarbeit betreiben, „denn viele Privatpersonen denken, dass sich bei Waren im Kühlschrank keine Keime vermehren“, so Leiner.

Verbraucher, die unsicher sind, ob sie ein Produkt der Firma Wilke vor sich haben, können die Herkunft an dem ovalen Identitätskennzeichen festmachen. Es lautet bei Wilke: DE EV 203 EG. Außerdem ist eine Liste mit Namen von Marken und Produkten von Wilke im Internet unter www.lebensmittelwarnung.de einsehbar.

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