Sozialer Wohnungsbau dürfte Bedarf in der Kreisstadt zunächst decken

Verzichtet Wildeshausen zunächst auf Schlichtbauten an der Düngstruper Straße?

So sieht eine Modellskizze für Schlichtwohnbauten der GSG aus.

Wildeshausen - Soll die Stadt Wildeshausen in Schlichtbauten für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen investieren, oder sollte man so lange von der Errichtung absehen, bis man konkrete Erkenntnisse über die weitere Entwicklung der Flüchtlingszahlen hat?

Mit dieser Frage schäftigt sich am Donnerstag der Verwaltungsausschuss der Stadt und in einer Woche der Rat. Zu der morgigen Sitzung ist der Sozialdezernent des Landkreises Oldenburg, Bodo Bode, eingeladen. Er wird die verschiedenen Alternativen für den Bau von Schlichtbauten und die Finanzierungmodalitäten erläutern.

Bereits im Dezember hatte der Rat beschlossen, der GSG Oldenburg eine Fläche an der Düngstruper Straße für die Schaffung von Unterkünften im Rahmen eines Erbbaurechts anzubieten. Gleichzeitig wurde entschieden, die betroffenen Areale als Mischgebiet auszuweisen.

Der Landkreis würde die GSG mit dem Bau beauftragen. In Huntlosen werden auf diesem Weg beispielsweise schon bald 16 Wohneinheiten in einem Doppelhaus in Holzrahmenbauweise geschaffen. Die Bewirtschaftung würde ebenso über den Landkreis laufen. Es muss jedoch mit den Kommunen vereinbart werden, ob die Häuser nach 15 Jahren wieder abgebaut werden oder die Kommune sie für eine gewisse Summe übernimmt.

„Die Gebäude sind mindestens 50 Jahre haltbar“, betont Bode. Sie seien verklinkert und hätten ein normales Dach. Der Vorteil sei jedoch, dass sie innerhalb weniger Monate errichtet werden können. Somit seien sie auch nicht mit den Häusern des sozialen Wohnungsbau vergleichbar, die einen normalen Standard hätten.

Wegen der vielen Projekte für den sozialen Wohnungsbau in Wildeshausen sieht Bode akutell auch keinen „Riesen-Bedarf“ für Schlichtbauten. „Aktuell sind alle Flüchtlinge untergebracht“, erklärte er. Zudem könne die Stadt schnell reagieren, wenn es zu größeren Flüchtlings-Zuweisungen komme. - dr

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