Verwaltungsausschuss spricht sich für Sperrung des Wallschul-Parkplatzes aus

„Eltern-Taxis“ müssen bald an der Hunte parken

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Busse werden auch weiterhin auf dem Parkplatz die Kinder abholen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Tag für Tag ist es ein erschreckendes Bild, das sich auf dem Parkplatz vor der Wildeshauser Wallschule bietet: Rennende Kinder zwischen Bussen und Autos. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Auch der Verwaltungsausschuss hat sich dafür ausgesprochen, den Parkplatz während der Schulzeit für die Autos der Eltern zu sperren.

Eine Maßnahme, die von Schulleiterin Roswitha Remmert als sehr gut und vor allem wichtig angesehen wird: „Dafür hat sich auch die Elternvertretung stark gemacht. Es muss endlich etwas für die Sicherheit der Kinder getan werden.“ Es sei ein unhaltbarer Zustand, wenn die Eltern in zweiter und dritter Reihe parken, um die Kinder aus dem Fahrzeug zu lassen: „Die Gefahr ist einfach zu groß. Zum Glück ist es auf dem Parkplatz noch nicht zu schweren Unfällen gekommen.“

Als „eine mutige Entscheidung“ bezeichnete der Direktor des Amtsgerichts, Detlev Lauhöfer, diesen Schritt der Politik. Sicherlich werde es jetzt zu einigen Elternprotesten kommen. Er machte aber deutlich, dass auch der angrenzende Parkplatz der Behörden weiterhin für die „Eltern-Taxis“ gesperrt bleiben werde: „Es tut mir sehr leid, aber wir sind nicht in der Lage, das Problem der Stadt zu lösen, indem wir unseren Fläche jetzt öffnen.“ Auch den Behörden stünden an bestimmten Tagen nicht unbedingt genügend Parkplätze zur Verfügung: „Vielleicht hätte die Stadt etwas Geld in die Hand nehmen sollen, um auf der gegenüberliegenden Seite eine Stellfläche herzurichten.“

Genau diesen Vorschlag hatten die Inhaber des Hotels „Wildeshauser Hof“ der Stadt unterbreitet. „Unser Vorschlag war, dass wir den Grünstreifen zwischen Hotel und Kindergarten zur Verfügung stellen und den Parkplatz verbreitern, damit Plätze für die Eltern der Schüler und Kindergartenkinder entstehen können“, erklärte Oliver Nicolai auf Anfrage unserer Zeitung.

Zum einen wurde der Stadt vorgeschlagen, dass der Platz seitens des Hotels hergerichtet und dann an Wildeshausen verpachtet wird. „Möglich wäre auch gewesen, dass die Stadt den Platz herrichtet und dann ein Mitnutzungsrecht erhält. Laut Kostenvoranschlag hätte die Maßnahme rund 35000 Euro gekostet“, berichtet Nicolai. Allerdings dürften die Eltern auch weiterhin vor dem Hotel parken, wenn sie die Kinder abholen wollen: „Wichtig ist, dass vorsichtig gefahren wird, denn es wurden auch schon Autos unserer Gäste angefahren.“

Seitens der Stadt wird jedoch keine explizite Ausweichfläche zur Verfügung gestellt. „Einzige Alternative wäre die Bootseinstiegsstelle an der Hunte. Dort könnten die Eltern parken“, betonte der Pressesprecher der Stadt, Hans Ufferfilge, auf Nachfrage.

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