Grüne drängen auf Umzug der St.-Peter-Schule an die Heemstraße

Verwaltungsausschuss befasst sich am 11. Mai mit Plänen für Grundschulen

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Bald wieder Grundschulstandort: die Hunteschule.

Wildeshausen - Nun muss es schnell gehen: Da sich der Schul- und der Finanzausschuss am Donnerstagabend nicht einigen konnten, wie die Raumnot an den Wildeshauser Grundschulen zeitnah beseitigt werden soll (wir berichteten), muss eine Klärung zeitnah im Verwaltungsausschuss herbeigeführt werden. Voraussichtlich am 11. Mai wird das Gremium in nicht öffentlicher Sitzung klären, welche Weichen gestellt werden.

Manfred Rebensburg (Grüne) erwartet, dass dann auch sein Antrag behandelt wird, der seiner Einschätzung nach ohnehin weitergehend war als die zunächst abgestimmten. Die Grünen wollen die Gespräche mit dem Landkreis Oldenburg über die Hunteschulübertragung intensivieren und schnellstmöglich den Umzug der St.-Peter-Schule an die Hunteschule unter der Prämisse vorbereiten, dass dort das gleiche Raumangebot wie am alten Standort zur Verfügung gestellt wird.

Dass das ohne großen finanziellen Aufwand möglich ist, bezweifeln andere Ratsmitglieder. „Setz deine rosa Brille ab“, entgegnete Stephan Rollié (CDU). „Wir werden dort viel machen müssen.“ Der Christdemokrat plädierte dafür, alle drei vom Arbeitskreis Schulen favorisierten Varianten durchzurechnen. Dazu gehört auch der Neubau einer zweizügigen Grundschule in der Nähe der neuen Baugebiete. Diesen fordert Karl Schulze Temming-Hanhoff ebenso wie Thomas Johannes (UWG) ein. Man soll klären, wie hoch Fördergelder dafür seien, sagte Johannes und setzte sich gleichzeitig für einen Verbleib der St.-Peter-Schule am alten Standort ein, weil sie ihm sehr am Herzen liege.

Rebensburg hingegen fand es „albern“, über einen Schulneubau zu beraten, weil die Stadt das Geld gar nicht habe. Der Landkreis mache sich mittlerweile über die Stadt lustig, wenn es nicht bald gute Pläne für die Hunteschule gebe.

Jens-Peter Hennken (CDU) kam zumindest mit seinem Antrag durch, in Wildeshausen für alle Jahrgänge eine Zehnzügigkeit vorzuhalten. Damit könnte allerdings auch eine St.-Peter-Schule an der Heemstraße unmöglich gemacht werden, denn nach Einschätzung der Rektorin Brigitte Schmidt fehlt es an dem Standort an diversen Räumen für eine zweizügige Schule katholischen Bekenntnisses. Zudem könnten verstärkte Anwahlen durch katholische Familien aus Wildeshausen, Dötlingen und Ahlhorn unter Umständen sogar eine Dreizügigkeit der St.-Peter-Schule erzwingen.

Lehrervertreter Harald Küster mahnte, dass bisher die tatsächliche Zahl der Schüler immer höher als die Prognosen war. „Wir benötigen eine zukunftsfähige Lösung. Ein umgebauter Schulstandort reicht dann plötzlich nicht mehr aus“, sagte er zu Plänen, eine Zehnzügigkeit in den bestehenden Gebäuden durch Anbauten gewährleisten zu wollen. Dann, so die Kalkulation, wäre am Standort von Holbein- und St.-Peter-Schule acht neue Klassenräume nötig. - dr

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