Verwaltung stellt für Stadtrat Sachlage dar/Fahrt über Bargloyer Weg erlaubt

„Schleichweg“ mit Poller dichtgemacht

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Der Poller in der Straße „Am Reepmoor“ wird noch von Baken geschützt und soll die Durchfahrt verhindern.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Poller in der Straße „Am Reepmoor“ ist da. Am Freitag in der Frühe wurde der rot-weiße Pfahl am Ende des gepflasterten Weges aufgestellt und soll so die Durchfahrt in Richtung Bargloyer Weg verhindern. Für Kleinwagen war er allerdings kein Hindernis. Es wurden mehrere Autofahrer beobachtet, die kurz abbremsten und dann ihren „Schleichweg“ fortsetzten.

Wie berichtet, hatten Anwohner, Realverband und Stadtverwaltung entschieden, den Poller zu setzen, um den Durchgangsverkehr in Richtung neues Baugebiet zu unterbinden. Wir berichteten auch über die Kritik von Ratsherren an der Maßnahme, weil sie nicht informiert wurden. Zudem hatte Helmut Müller (FDP) moniert, dass der offizielle Weg zum Baugebiet (Bargloyer Weg) eigentlich im Bebauungsplan 54.2 von einer Zone unterbrochen sei, die lediglich von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden dürfe.

Während eine offizielle Anfrage unserer Zeitung bei der Stadt bislang ohne Antwort blieb, gab es für die Ratsmitglieder recht schnell eine Information der Stadtverwaltung, die unserer Zeitung vorliegt und den Sachstand erläutert.

Dort heißt es: Der Plan 54.1 sehe eine Erschließung über den Westring oder von der geplanten Entlastungsstraße über den Bargloyer Weg vor. Der Plan 54.1 habe den anderen Plan 54.2 ersetzt, und dort sei eine Straßenverkehrsfläche ausgewiesen. „Die Anwohner der Straße ‚Am Reepmoor‘ durften aufgrund dieser Regelungen im B-Plan davon ausgehen, dass die Verkehrsanbindung tatsächlich über den Bargloyer Weg erfolgt und sich für die Straße ‚Am Reepmoor‘ keine wesentlichen Änderungen ergeben, zumal diese nicht als Gemeindeweg bis auf den Bargloyer Weg führt, sondern am Ende der Bebauung in einen geschotterten Realverbandsweg übergeht“, schreibt Fachbereichsleiterin Rita Manietta an den Rat.

Der Pfosten würde als Geschäft der laufenden Verwaltung eingesetzt. Somit sei eine Beratung in den städtischen Gremien nicht erforderlich gewesen. Manietta erläuterte den Politikern außerdem, dass aufgrund des Hinweises mehrerer Anwohner der Straße „Am Reepmoor“ das Verkehrsaufkommen anhand eines Geschwindigkeitsdisplays ermittelt worden sei.

Die Daten wurden mit Zahlen verglichen, die bereits im August 2014 aufgenommen wurden. Über je vier Tage wurde der Verkehr in beiden Richtungen gemessen. In Fahrtrichtung Ahlhorner Straße ergab sich eine Steigerung von 283 auf 461 Fahrzeuge (63 Prozent mehr), und in die andere Richtung stieg die Zahl von 252 auf 462 (83 Prozent mehr).

„Die Messergebnisse belegen eine nicht unerhebliche Zunahme des Verkehrsaufkommens, was aus Sicht der Verwaltung im Wesentlichen auf die Erschließung und Bebauung des Gebietes „Vor Bargloy“ zurückzuführen ist“, heißt es in der Mitteilung an den Rat. Anwohner berichteten zudem, dass sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halten würden. Das sei immer wieder gefährlich für spielende Kinder.

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