Verwaltung stellt sich im Rahmen des Jubiläums vor/Trauzimmer wird umgebaut

„Hütchenspiel“ auf dem Flur des Stadthauses

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Miriam Liebert (r.) zeigt, welche Spiele im Kinderhort angeboten werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Das „Hütchenspiel“ kennt man gewöhnlich als betrügerisches Glücksspiel in Einkaufszonen. Eine völlig ungefährliche und zudem legale Variante erlebten die Besucher des Wildeshauser Stadthauses am Sonntag im Flur. Dort hatte der Wallschulhort die Hütchen aufgebaut.

Die Leistungsfähigkeit von städtischen Verwaltungen bleibt vielen Bürgern verborgen, wenn sie nicht so oft die Dienste der Stadt in Anspruch nehmen müssen. Im Rahmen des 25. Geburtstages des Stadthauses liefen sie aber auch ganz ohne ein Anliegen durch das Gebäude und informierten sich unverbindlich nicht nur über die Arbeit in den verschiedenen Fachbereichen, sondern auch über die Tätigkeit in den städtischen Betrieben oder Einrichtungen. Wie beispielsweise dem Hort in der Wallschule, der von Miriam Liebert und Susanne Beyer betrieben wird. 20 Kinder haben dort die Möglichkeit, nach der Schule zu spielen und die Hausaufgaben zu erledigen. „Viele kennen uns gar nicht“, erzählte Liebert. „Deswegen haben wir hier Plakate gemalt, um uns vorzustellen.“ Außerdem hatten die Frauen diverse Spielzeuge mitgebracht, das „Hütchenspiel“ war eins davon.

Ernster ging es im Büro von Ralf Wübbeler zu. Bei ihm informierten sich die Bürger beispielsweise über die Flüchtlingssituation in Wildeshausen. „Die Leute fragen unter anderem, wie viele Wohnungen wir dezentral anbieten“, so Wübbeler. Derzeit seien es 20 Wohnungen und Häuser. Es würden weitere Unterkünfte benötigt. Sehr schwer ist es für viele Bürger auch, zu unterscheiden, welche Flüchtlinge über die Quote und welche über die Amtshilfe für das Land in die Kreisstadt kommen.

Bei Karl-Heinz Mucker erkundigten sich die Besucher über Regelungen für die standesamtliche Hochzeit. Im Trauzimmer des historischen Rathauses geht das allerdings bis Ende November nicht, weil die Räume umgebaut werden. „Die Fenster zur Westerstraße wurden erneuert“, so Mucker. An der Decke würden LED-Spots für Licht sorgen, an den Seiten ist sogar Licht in verschiedenen Farben möglich. Ein wesentlicher Vorteil des neuen Trauzimmers ist, dass der Raum erweitert werden kann und deutlich heller wirkt. Und was machen heiratswillige Paare, wenn sie sich unbedingt in diesen Tagen trauen lassen wollen? Sie weichen auf das „Alte Amtshaus“ aus. „Oder sie lassen sich bei mir im Büro trauen, wenn es schnell und ohne großen Aufwand gehen soll“, so Mucker.

Im Obergeschoss erfuhren die Besucher Interessantes zum Krandelbad. Im Rahmen der Stadthaus-Rallye musste erraten werden, wie viel Wasser in das Schwimmerbecken des Hallenbades passt. „Es sind 240000 Liter“, so Betriebsleiter Marcel Buller. Unterdessen zupfte Praktikantin Haniya Magsood am Stand des Kinderspielkreises Kleinenkneten auf einem Musikinstrument. „Wir wollen den Bürgern zeigen, wie unsere musikalische Früherziehung aussieht“, so die Leiterin Kerstin Mathiebe und Cäcilie Debbeler. Der Spielkreis wird im Sommer eine reguläre Kindertagesstätte.

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