Abfrage der Angebote und Bedarfe / Zu wenig Hallenzeiten?

Verwaltung soll auf Vereine zugehen

Gibt es zu wenig Hallenzeiten? Das soll die Stadtverwaltung jetzt herausfinden. ArchivFoto: WES

Wildeshausen – Die Sportangebote in Wildeshausen und die Bedarfe der Vereine, was Hallenzeiten und Sportstätten angeht, soll die Stadtverwaltung ermitteln. Dafür sprach sich der Stadtplanungsausschuss am Donnerstagabend einstimmig aus. Damit lehnte das Gremium gleichzeitig das Ansinnen der Verwaltung ab, ein externes Büro damit zu beauftragen, einen Sport- und Freizeitplan zu erstellen.

„Wir hören von den Trainern, dass sie mehr Hallenzeiten brauchen. Und wir haben doch schon 100 Gutachten in der Schublade. Warum da noch eins drauf packen?“, fragte Jens-Peter Hennken (CDW) rhetorisch. Er stimmte genau wie die anderen Ausschussmitglieder für den von Rainer Kolloge (UWG) formulierten Alternativvorschlag. Der sieht die eingangs genannte Bestandsaufnahme plus die Abfrage der Wünsche der Vereine vor. „Es ist unklar, was in einen Sport- und Freizeitplan so rein gehört. Der Sinn erschließt sich mir nicht: Wir beauftragen jemanden, der uns unsere Fragestellung erklärt und dafür 10 000 Euro bekommt?!“, wetterte Kolloge gegen den Vorschlag der Verwaltung. Diese Ausgabe sei dem Steuerzahler schwer zu vermitteln.

Dabei hatte sich vor allem Kämmerer Thomas Eilers für eine externe Begleitung stark gemacht. „Die Vogelperspektive ist wichtig. Alle haben doch unterschiedliche Vorstellungen.“ Deswegen seien eine Analyse und Planung durch ein Fachbüro sinnvoll. Die Verwaltung habe erst versucht, den Plan selbst zu erstellen, sei dabei aber an ihre Grenzen gestoßen. Auch weil ein Urteil von außen sehr viel objektiver sei, plädierte Eilers dafür.

Matthias Kluck (SPD) war damit ebenfalls nicht einverstanden. „Warum sollten wir ein Büro beauftragen? Wir können doch die Leute befragen“, schlug der Sozialdemokrat vor. Er sei ein Freund von Bürgerbeteiligung. „Lasst doch die Sportler zu Wort kommen, wie sie sich ihren Trimm-dich-Pfad vorstellen.“

Das erinnerte manchen aber doch zu sehr an die Erstellung des Konzepts „Wildeshausen 2030“. „Wieder Punkte kleben? Das ist doch ein Stück weit Kindergarten“, befand Arne Peters (FDP). „Lasst uns lieber mit der Basis anfangen.“

Die ursprüngliche Idee für einen Sportstättenplan stammt von Wolfgang Sasse (CDU), der den ersten Antrag schon vor Jahren gestellt und immer wieder neue Anläufe unternommen hatte. „Wir drehen uns doch im Kreis“, beurteilte er die Debatte und wünschte sich endlich Ergebnisse. Die soll die Verwaltung nun liefern.  bor

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