In der Pagenmarsch ist zu wenig Platz 

Verwaltung hält Umzug des Bauhofes für wenig sinnvoll

Das Verwaltungsgebäude des Bauhofes in Wildeshausen soll aufgestockt werden, um mehr Raum zu bieten. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Nach Einschätzung der Wildeshauser Stadtverwaltung wäre ein Umzug des städtischen Bauhofes in die Pagenmarsch zu teuer und auch wegen der fehlenden Fläche kaum zu realisieren. Die CDU-Fraktion im Rat hatte eine Prüfung angeregt, weil die städtische Einrichtung erweitert werden muss.

Sowohl die Kosten für einen neuen Bauhof als auch der Platzbedarf des städtischen Betriebes lassen einen Umzug nicht wirtschaftlich sinnvoll erscheinen. Das geht aus der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 2. Juni hervor.

Fest steht, dass der Zustand der derzeitigen Betriebsgebäude nicht mehr den modernen Anforderungen und den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Gemeindeunfallversicherungsverband hatte aufgezeigt, dass unter anderem getrennte Sanitär- und Umkleideräume für die zwei Frauen und 24 Männer eingerichtet werden müssen. Es fehlen Bewegungsräume, Sitzgelegenheiten, Aufbewahrungsflächen, Waschbecken sowie Duschen und ausreichende Toilettenanlagen. Das Gebäude ist mit seinen Sozial- und Sanitäreinrichtungen nicht mehr für die Anzahl der Beschäftigen geeignet. Somit muss gebaut werden.

Das beauftragte Architektenbüro regt nun an, den bisherigen Bereich des Erdgeschosses für die Verwaltung herzurichten und für den gewerblichen Bereich neue Räume zu schaffen, die durch eine Aufstockung des Gebäudes realisiert werden könnten. Billig ist das nicht. Derzeit sind dafür 800. 000 Euro veranschlagt, in den Haushalt wurden bislang 400.000 Euro eingestellt.

Die Stadtverwaltung legt dar, dass ein Umzug des Bauhofes in die Pagenmarsch in Nähe eines geplanten Rettungszentrums kaum möglich sein dürfte. Der Bauhof nutzt eine Fläche von 11.816 Quadratmetern. Das Grundstück in der Pagenmarsch hat jedoch nur eine Gesamtgröße von 17.213 Quadratmetern, von denen nach derzeitigen Planungen 11.900 Quadratmeter für die Feuerwehr benötigt werden. Von der dann noch zur Verfügung stehenden Fläche blieben nach Abzug der Wallflächen lediglich 2 743 Quadratmeter übrig. Dieses Areal ist für den kompletten Bauhof viel zu klein, die Aufteilung der Einrichtung auf mehrere Standorte wird jedoch als organisatorisch problematisch eingestuft – und dürfte hohe Zusatzkosten verursachen.

Für eine Neuansiedlung des Bauhofes an anderer Stelle stehen aktuell keine Flächen zur Verfügung, die der Stadt gehören. Zudem dürfte der Umzug kaum unter 2,2 Millionen Euro (ohne Grundstück) zu machen sein.

Die günstigste Variante ist nach Abwägung weiterer Alternativen die Aufstockung des vorhandenen Büro- und Sozialgebäudes. Zu diesen Kosten kommen dringend erforderliche Investitionen für Fahrzeuge und Geräte, die repariert werden müssen oder ganz aus dem Fuhrpark ausscheiden. Dafür sollten weitere 91.000 Euro veranschlagt werden.

Somit muss auf jeden Fall eine große Summe zusätzlich in den Haushalt eingestellt werden. Bei der derzeitigen Finanzsituation ist eine Anpassung des Bauhofes an die Gesetzeslage nicht realisierbar.

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