Vertretungsreserve in Kindergärten: Prüfauftrag an Stadtverwaltung

CDU strebt Pool-Lösung an

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Gute Betreuung kostet Geld, es fragt sich nur wieviel?

Wildeshausen - Die Diskussion über die Vertretung von Ausfallzeiten von Fachkräften in den Wildeshauser Kindertagesstätten und die damit verbundene Gebührenerhöhung ist von der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales am Dienstag genommen worden (wir berichteten). Nun suchen die Parteien intensiv nach Lösungen, um die Kosten zu reduzieren. Die CDU hat diese Suche zur „Chefsache“ gemacht, sodass der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Lübke nun mit einem Antrag aktiv geworden ist.

Anlässlich eines Berichtes unserer Zeitung über Pool-Lösungen im Landkreis Rotenburg (und dem Verzicht auf Gebührenerhöhungen) hatte sich Lübke mit der dortigen Fachbereichsleiterin unterhalten und regt nun an, einen Vertretungspool für die zwei städtischen und vier konfessionellen Kindertagesstätten in der Stadt zu schaffen.

„Die Träger haben die Vertretung von Ausfallzeiten von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen wegen Urlaub, Krankheit und Fortbildung zu gewährleisten“, stellt der Christdemokrat in seinem Antrag fest. Im Rahmen der gesetzlichen Meldepflicht seien sie seit dem 1. Oktober verpflichtet, anzugeben, ob sie über ausreichende Vertretungsreserven verfügen. Nach dem Gebührenentwurf der Verwaltung wäre bei Vorhalten der Vertretungsreserven an den einzelnen Standorten eine Erhöhung der Elternbeiträge um bis zu 50 Prozent die Folge. Eine mögliche Kostenersparnis könnte aber durch die einrichtungsübergreifende Einrichtung eines gemeinsamen Pools von Vertretungskräften erreicht werden.

Es müsse, so Lübke, geprüft werden, ob es möglich sei, über einen Kooperationsvertrag zwischen städtischen und kirchlichen Trägern die Voraussetzung für einen Pool zu schaffen. Denkbar sei die Ausdehnung dieser Kooperation auch auf die Grundschulen. Lübke fragt die Verwaltung in seinem Antrag: „Stehen auch Erzieher im Ruhestand für ein Vertretungskonzept im Notfall zur Verfügung?“

Die CDU ist in jedem Fall davon überzeugt, dass so Kosten gespart werden könnten, was wiederum die Eltern von massiven Gebührenerhöhungen entlasten würde.

dr

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