Detaillierte Pläne fehlen

Vertrag nun unterschriftsreif: Polizei-Umzug aber erst 2018

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Bis ins Jahr 2018 wird die Polizei in fünf Gebäuden an Herrlichkeit und Heemstraße bleiben. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In diesem Monat sollen endlich die Verträge für den Kauf einer Immobilie sowie von Stellflächen an der Daimlerstraße in Wildeshausen unterzeichnet werden, damit die Polizei dort hinziehen kann. Die fünf Gebäude an der Herrlichkeit und der Heemstraße verlassen die Ordnungshüter aber wohl erst im Jahr 2018.

„Ich bin froh, dass wir die letzte Hürde genommen haben“, sagt Polizeioberrat Markus Voth nach der Ratsentscheidung der vergangenen Woche, der Bebauungsplanänderung zuzustimmen und ein städtisches Grundstück an das Land zu verkaufen, auf dem sich derzeit ein Regenwasserrückhaltebecken befindet. Unter dem Strich hält der Leiter des Wildeshauser Polizeikommissariats den Plan, ins Gewerbegebiet umzuziehen, für eine gute Lösung. Die jahrelange Sondierung habe keine besseren Alternativen für einen neuen Standort gezeigt. „Es gab auch keine negativen Reaktionen aus der Bevölkerung auf die Nachricht, dass wir von der Herrlichkeit an die Daimlerstraße ziehen“, so Voth. Er betont, dass auf jeden Fall weiterhin geplant sei, ein Kontaktbüro in der Innenstadt einzurichten.

„Ich bin tiefenentspannt“, sagt Voth zu der weiteren Entwicklung. Er gehe nicht mehr davon aus, dass im kommenden Jahr ein Umzug realisiert werden könne. Dafür habe es zu viele Verzögerungen gegeben. Das Liegenschaftsmanagement der Polizeidirektion werde nach dem Vertragsabschluss detailliertere Pläne erstellen, was den Umbau betrifft. So müssten unter anderem der Wache- und der Gewahrsamsbereich neu eingerichtet werden, weil das Bürogebäude selbstverständlich aktuell derartige Räume nicht habe. Dort ist dann auch eine besondere Sicherheitsverglasung nötig. Voth wünscht sich zudem einen Eingang zur Straße hin.

Rund 100 Kollegen werden in der neuen Polizeidienststelle arbeiten. Derzeit sind die Angestellten nicht nur in den fünf Liegenschaften in Wildeshausen tätig. Zwei Kollegen, die sich um Umweltstraftraten kümmern, müssen sogar in Wardenburg arbeiten, weil es in der Kreisstadt an Platz fehlt. Sie sollen auf jeden Fall nach Wildeshausen zurückkehren.

„Bürgermeister Jens Kuraschinski und die Stadt haben uns toll unterstützt“, betont Voth. Das gelte insbesondere auch dafür, dass ein Grundstück für die Parkplätze gefunden werden konnte, nachdem das ursprünglich vorgesehene Areal privat verkauft worden war.

Der Umzug bietet der Polizeit einige Vorteile. Der Sanierungsbedarf der denkmalgeschützten Gebäude an der Herrlichkeit ist hoch, der Brandschutz entspricht nicht den gültigen Standards, der Pflegebedarf ist immens. Zudem gib es nur einen Wartebereich und schon gar keine umfassende Einzäunung des Geländes.

„Das ist ein Novum“, erklärte Voth schon in einer Fachausschusssitzung. Es fehlten 500 Quadratmeter Raum, die Einsatzfahrzeuge müssten mangels Garagen im Winter von Schnee und Eis befreit werden, im Sommer sei es in den Autos bei Sonne extrem heiß. Da sich das Kommissariat in einer Sackgasse befinde, könnte ein Sabotageakt die einzige Zufahrt unbefahrbar machen. Die Einsatzfahrten durch den verkehrsberuhigten Bereich seien gefährlich, zudem koste das viel Zeit.

All diese Probleme könnten auf einen Streich gelöst werden. Allerdings wohl nicht im kommenden Jahr. „Es wäre schön, wenn es dann aber 2018 klappt“, so Voth.

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