Industriegebiet Wildeshausen-West

Verträge in Vorbereitung: Investor treibt Industriegebietspläne voran

Neue Zuversicht: Offenbar kommen die Pläne für das Industriegebiet Wildeshausen-West gut voran. Foto: dpa
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Neue Zuversicht: Offenbar kommen die Pläne für das Industriegebiet Wildeshausen-West gut voran.

Wildeshausen - Die Investorenpläne für das Industriegebiet Wildeshausen-West werden auch in Zeiten der Coronakrise vorangetrieben. Nach Angaben von Wildeshausens Wirtschaftsförderer Claus Marx bereitete die Nanz-Gruppe aus Stuttgart die Verträge mit den Grundstücksbesitzern vor. Gleichzeitig muss der Investor mit der Stadt einen städtebaulichen Vertrag abschließen, der unter anderem festlegt, wie die Erschließung des Gebietes erfolgt und wie der Ausgleich für den Flächenverbrauch gewährleistet werden kann.

Im Rahmen des letzten Verwaltungsausschusses vor der durch das Coronavirus erzwungenen Sitzungspause hatte Marx den Politikern erläutert, dass die Stadt zunächst keine Areale mehr für den Vertragsumweltschutz reservieren muss. „Die niedersächsischen Landesforsten hatten uns 30 Hektar angeboten“, so Marx. Ursprünglich hatte der Verwaltungsausschuss im Herbst vergangenen Jahres beschlossen, sich die Flächen zu sichern. Da aber kurz darauf der geplante Investor Insolvenz angemeldet hatte und bezüglich der Zufahrt in das geplante Gebiet mit den Grundstückseigentümern keine Einigung erzielt werden konnte, wurde die Reservierung erst einmal auf Eis gelegt.

Nun gibt es zwar einen neuen Investor, der unter anderem einen Autohof an der A 1 bauen möchte, doch die Lage hat sich ein wenig geändert. „Für Teilflächen, die wir reservieren wollten, haben die Landesforsten einen neuen Interessenten“, so Marx. Deshalb werde die Stadt auf die Reservierung zunächst verzichten. „Die Tür ist aber offen für andere Flächen“, erläutert der Wirtschaftsförderer mit Blick darauf, dass der Stadt andere geeignete Flächen angeboten werden und für das Industriegebiet irgendwann Ausgleichsmaßnahmen fällig werden.

Das aber hat wohl noch ein wenig Zeit. „Die Ausweisung der Flächen ist erst fällig, wenn der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgt“, erklärt Marx. „Dann müssen wir spätestens den Ausgleich haben.“ Vorher war die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass sie die aufzuwertenden Flächen bereits zur Ausweisung des neuen Flächennutzungsplanes nachweisen muss.

Unterdessen hat die Nanz-Gruppe dem Vernehmen nach mit allen Grundstücksbesitzern gesprochen, die Land verkaufen müssten. Man sei sehr zuversichtlich, hieß es vonseiten der Eigentümer.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang die Fläche direkt an der Ahlhorner Straße, über die das Gebiet erschlossen werden soll. Marx ist optimistisch, dass der Investor bald Verhandlungserfolge vorweisen und dem Verwaltungsausschuss ein städtebaulicher Vertrag zur Genehmigung vorgelegt werden kann. „Das ist in Vorbereitung“, sagt der Wirtschaftsförderer. „Natürlich lassen wir uns im Vorfeld noch die nötigen Sicherheiten zeigen.“

Damit möchte die Stadt einerseits verhindern, dass sie noch einmal ein Desaster wie beim vorherigen Investor erlebt, der zahlungsunfähig ist. Sie begegegnet damit aber auch öffentlich geäußerten Befürchtungen, dass die Nanz-Gruppe gar nicht so kapitalkräftig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Sehr wichtig ist es Marx zudem zu betonen, dass die Stadt oberste Priorität darin sieht, den umsiedlungswilligen Wildeshauser Betrieben Industriegebietsflächen zur Verfügung stellen zu können. Die Stadt präferiere eine Mischlösung, hatte Marx dem Fachausschuss vor einem Monat erläutert. Bis zu 15 Hektar wolle Wildeshausen in Eigenregie vermarkten.

Der in der gleichen Sitzung genannte zweite Investor aus Wildeshausen hat nach Angaben von Marx übrigens sein Interesse an einer Entwicklung des Gebietes zurückgezogen. Gründe dafür wurden nicht genannt.

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