Versuch geglückt: Randstreifen mit Blumen geschmückt

Es blüht auf einer Länge von fast zwei Kilometern

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Überaus zufrieden sind Jörg Kramer (links) und Michael Müller mit den Blühstreifen an den Straßen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sie haben eine Länge von insgesamt knapp zwei Kilometern und eine Breite von drei Metern: Der Versuch, in Wildeshausen Blühstreifen auf 5500 Quadratmetern in Glane, Heinefelde, Holzhausen und Lohmühle anzulegen, ist gelungen. Zufrieden zeigten sich gestern Bauamtsleiter Michael Müller sowie der Leiter des Bauhofes, Jörg Kramer.

„Diese Blühstreifen sind schon länger ein Thema, vor ein paar Jahren haben wir schon einmal einen Versuch gestartet“, betonte Müller. In diesem Frühjahr sei dann die Entscheidung gefallen, die Randstreifen erneut mit blühenden Blumen zu schmücken: „Wir wollten nicht so ein großes Theater darum machen, sondern sind die Sache einfach angegangen.“

Im Mai wurden die drei Meter breiten Streifen von der Neerstedter Firma Kuhlmann gefräst. „Das entspricht exakt einer Fräsbreite, sodass die Arbeit schnell über die Bühne geht“, erklärte Kramer. Im Anschluss habe Kuhlmann die Blumen-Spezialmischung eingebracht: „Es handelt sich um eine Mischung, die auch in der Gemeinde Dötlingen zum Einsatz kommt. Und wie zu sehen ist, ist der Versuch sehr gut geglückt, die verschiedenen Blumen wachsen und gedeihen.“ Die Kosten hätten lediglich 2000 Euro betragen. „Leider aber haben an einigen Stellen ganz Schlaue schon Blumen gepflückt. Das sollten sie bitteschön tunlichst unterlassen, damit sich noch mehr Menschen an der Blütenpracht erfreuen können.“

Aber wie viel Aufwand ist für die Pflege und Erhaltung nötig? „Es wurde lediglich der Samen eingebracht, mehr haben wir nicht gemacht“, erklärte Müller. Auf keinen Fall solle gegen Gräser oder Unkraut gespritzt werden: „Wir wollen und werden diese Blühstreifen einfach der Natur überlassen. Mehr Arbeit dürfen sie nicht machen.“ Auch das Wässern sei nicht nötig gewesen: „Da hat allerdings auch das Wetter gut mitgespielt. Nach Möglichkeit wollen wir auch das unterlassen.“

Während in diesem Jahr nur geschaut werden sollte, wie sich diese Streifen entwickeln und wie sie ankommen, steht schon jetzt fest, dass es auch im nächsten Jahr wieder Blühstreifen geben wird. „Wir haben noch ein paar andere Flächen im Auge, die mit Blumen versehen werden könnten.“ Allerdings sollten nur stadteigene Streifen genutzt werden: „Wir müssen jetzt schauen, wo sie hinpassen. Die Streifen müssen breit genug sein, damit zum Acker und zur Straße noch genügend Platz bleibt.“

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