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Auf Umleitungen nach Harpstedt: Verschiedene Möglichkeiten zur Baustellenumfahrung in Wildeshausen

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Von: Leif Rullhusen

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Direkt in Harpstedt beginnt die Umleitungsstrecke.
Direkt in Harpstedt beginnt die Umleitungsstrecke. © Rullhusen, Leif

Wildeshausen/Harpstedt – Seit zehn Tagen ist die Harpstedter Straße in Wildeshausen zwischen dem Ortseingang und der Delmenhorster Straße/Huntetor gesperrt. Noch für knapp drei Wochen muss sich der Kraftfahrzeugverkehr daher alternative Strecken suchen. Doch welcher Umweg ist der kürzeste, schnellste oder stressfreiste?

Die offizielle Umleitung ist zugleich die weiträumigste Umfahrung der Baustelle. Sie führt von Wildeshausen über Simmerhausen und Prinzhöfte nach Harpstedt. Die Route lädt die Autofahrer zu einer Überlandtour ein. Dazu müssen die Verkehrsteilnehmer einfach nur der Umleitung „U1“ nach Harpstedt und der „U2“ in die entgegengesetzte Richtung folgen. Zunächst folgt die Strecke von Wildeshausen aus der B 213 in Richtung Delmenhorst. Von dort biegt sie in Höhe Hockensberg auf die Simmerhauser Straße ab und folgt dieser kurvenreich bis nach Prinzhöfte. Dann geht es weiter  über Stiftenhöfte bis nach Harpstedt. Etwa 15 Minuten dauert die 17 Kilometer lange Umleitung.

Ausnahmslos über Bundes- und Landstraßen führend, ist sie nervenschonend und normalerweise vor allem für den Schwerlastverkehr die einzig sinnvolle Route. Zum Vergleich: Die nun gesperrte, direkte Verbindung ist sieben Kilometer kürzer und für Autos fünf Minuten schneller.

Alternativen zur offiziellen Umleitung

Zur offiziellen Umleitungsstrecke gibt es zwei Alternativen. Die erste ist eigentlich nur eine Abkürzung der regulären Umleitung. Sie erspart die Schleife über Prinzhöfte, ist eineinhalb Kilometer kürzer und zwei Minuten schneller. Die Route führt allerdings über kleine, einspurige Straßen, die bei Gegenverkehr ein Ausweichen auf den Seitenstreifen erfordern. Und das relativ häufig. Diese Strecke ist inzwischen nämlich alles andere als ein Geheimtipp. Für schwere Lastwagen ist sie somit wenig empfehlenswert. Wer sie aus Wildeshausen kommend nutzen will, muss von der Straße Rundebusch etwa auf Höhe des Wunderburger Moores in den Wunderburger Weg abbiegen und diesem bis nach Harpstedt folgen.

Die zweite Alternative bietet sich nur für Autofahrer an, die vor unbefestigten Waldwegen nicht kapitulieren. Ihre Route führt zunächst vorbei an der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen, dann durchs Hölscher Holz sowie über Felder und Wiesen. Sie endet schließlich in Mahlstedt zwischen Harpstedt und Wildeshausen wieder an der L 338. Zwar ist die Strecke etwa vier Kilometer kürzer als die offizielle Umleitung über Simmerhausen, dafür dauert sie aufgrund der holprigen und kleinen Straßen mit 16 Minuten sogar geringfügig länger. Tiefergelegte Autos und Lastwagen sollten die Strecke tunlichst meiden. Wer sich traut, sollte sich den Streckenverlauf vorher zudem gut ansehen, um auch am Ziel anzukommen.

Abkürzung dauert nur drei Minuten länger

Von Wildeshausen aus gesehen, beginnt die Route auf der Dr.-Klingenberg-Straße. Von dort führt sie über die Ratsherr-Hoopmann-Straße, den Zuschlagsweg und den Dr.-Strahlmann-Weg auf die Heilstättenstraße, die direkt ins Hölscher Holz geht. Ab hier ist die Strecke unbefestigt. Im Hölscher Holz gilt es, den rechts abzweigenden Weg nach Mahlstedt zu finden. Von dort aus geht es nur noch geradeaus bis zur L 338. Die Strecke bietet sich eigentlich nur für Autofahrer an, die von Wildeshausen statt nach Harpstedt zum Beispiel nur nach Wohlde wollen.

Maximal zusätzliche sechs Minuten oder sieben Kilometer müssen Autofahrer also für das Umfahren der gesperrten Harpstedter Straße einplanen. Empfehlenswert für Autos und Motorräder ist vor allem die Umleitungsabkürzung über den Wunderburger Weg. Sie dauert gerade einmal drei Minuten länger  als die direkte Verbindung und ist fünfeinhalb Kilometer länger.

Die U1 führt von Wildeshausen nach Harpstedt.
Die U1 führt von Wildeshausen nach Harpstedt. © Rullhusen, Leif

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