Verkaufsflächenerweiterung auf 1790 Quadratmeter/Wachsen vier Märkte?

Neuer Rewe am Huntetor soll deutlich größer werden

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Der Rewe-Markt soll abgerissen und deutlich größer wieder aufgebaut werden.

Wildeshausen - Der neue Rewe-Markt am Huntetor soll deutlich größer werden als der bisherige. Er wächst von rund 1380 Quadratmeter (mit Getränkemarkt und Bäcker) auf 1790 Quadratmeter. Für diese sowie weitere Einzelhandels-Erweiterungen in der Kreisstadt muss allerdings der Rat sein Einvernehmen erteilen. Heute werden die Anträge im Bauausschuss beraten.

Wie berichtet schließt zum neuen Jahr das Hotel „Stadt Bremen“ seine Türen. Das Traditionslokal hätte umfangreich renoviert werden müssen. Zudem fand Wirtin Barbara Wolters keinen Nachfolger für das große Restaurant mit Saalbetrieb.

Deshalb wird das Gebäude abgerissen. Auf der Fläche ist die Erweiterung des Parkplatzes vorgesehen.

Der Sortimentsschwerpunkt der Rewe-Erweiterung liegt in den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel sowie Drogeriewaren, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Der Betrieb bietet somit das typische Nahversorgungssortiment.

Die Gesellschaft für Unternehmens- und Kommunalberatung Dr. Lademann und Partner hat in einem Verträglichkeitsgutachten ermittelt, welche Auswirkungen die Rewe-Erweiterung auf den Einzelhandel in der Stadt haben könnte. Gleichzeitig beschäftigte sich das Büro, das auch das Einzelhandelsentwicklungskonzept für Wildeshausen erstellt hatte, mit den Erweiterungswünschen von Lidl am Westring, Netto an der Visbeker Straße sowie Aldi an der Harpstedter Straße. Lidl möchte seine Gesamtverkaufsfläche von rund 1050 auf 1350 Quadratmeter vergrößern. Alternativ erwägt die Firma, den Markt durch Abriss und Neubau auf 1480 Quadratmeter zu erweitern. Dafür wäre aber der Kauf neuer Grundstücke erforderlich.

Netto verfügt derzeit über eine Verkaufsfläche von 870 Quadratmetern und möchte auf 1099 Quadratmeter erweitern. Dabei ist eine Umwidmung von Lager- zu Verkaufsflächen vorgesehen.

Der Aldi-Markt an der Harpstedter Straße soll von derzeit 810 auf 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche wachsen.

Die Gutachter stellten fest, dass die vier Lebensmittelmärkte auch nach der Erweiterung um bis zu 35 Prozent schwerpunktmäßig auf den täglichen Bedarf ausgerichtet sein werden. Sie dienen damit hauptsächlich der zukunftsfähigen Absicherung der Grundversorgung.

Nach Einschätzung des Planungsbüros lassen sich die Erweiterungsabsichten mit dem Einzelhandelsentwicklungskonzept vereinbaren. Dieses setze auf die Devise „Stärken stärken“. Das Netto-Erweiterungsvorhaben trage zur Profilierung der Standortlage bei. Der geplante Abriss und erweiterte Neubau des Rewe-Marktes sowie die Vergrößerung von Aldi trügen zur Absicherung der wohngebietsbezogenen Versorgung im Stadtosten bei. Die geplante Erweiterung von Lidl als größtem Lebensmitteldiscounter in Wildeshausen unterstütze das Entwicklungsziel, den Westring durch fachmarktorientierte Nutzungen zu stärken, so die Gutachter. Somit seien die in Rede stehenden Erweiterungen von insgesamt 1220 Quadratmetern Verkaufsfläche mit dem errechneten Potenzial der Kreisstadt vereinbar. Weitere 880 Quadratmeter stünden zur Sicherung sonstiger Umstrukturierungsbegehren innerhalb der Handelszentren zur Verfügung, meinen die Planer.

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