Verein wächst auf 1390 Mitglieder/Acht neue Petrijüngerinnen

Fischer freuen sich über weibliche Verstärkung

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Freuten sich über ihre Auszeichnung: Pascal Nustedt (Friedfisch-Pokal), Tobias Siemer (Salmoniden-Pokal) und Heiko Bitter (Jahresbester). Vereinsvorsitzender Jens Pfänder (v.l.) gratulierte.

Wildeshausen - „Die Frauen haben die Leidenschaft fürs Angeln entdeckt.“ Das sagte Jens Pfänder, Vorsitzender des Fischereivereins Wildeshausen, am Sonntag während der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Hotel „Gut Altona“.

Acht Petrijüngerinnen haben gerade erst den Vorbereitungskurs auf die Fischerprüfung mit Bravour absolviert – ein Rekord. 62 Frauen zählt der Verein inzwischen. Mit insgesamt 1390 Mitgliedern (+44) geht es ins neue Jahr. Allein 126 Neulinge wurden in den vergangenen zwölf Monaten aufgenommen. Während viele Angelvereine über stark rückläufige Zahlen in der Jugendgruppe klagen, freuen sich die Wildeshauser über ein leichtes Plus. 86 Jungen und Mädchen sind jetzt dabei.

Eine Erfolgsgeschichte bleibt auch die Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle. 155000 Salmoniden sind im Frühjahr im vereinseigenen Bruthaus geschlüpft. Aktuell schwimmen in den Brutwannen bereits wieder 109000 Eier. 160 Meerforellen und drei Lachse waren in den vergangenen Wochen bei 20 Elektrofischen in den Brutbächen gefangen worden, berichtete der zweite Vorsitzende Tobias Siemer, der den vielen ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aussprach.

Und noch mehr Zahlen hörten die 95 Versammlungsteilnehmer: Insgesamt 28 000 Euro (32 Prozent der Ausgaben) wurden zur Wiedereinbürgerung und Bestandserhaltung von Fischarten wie Aal (27000 Stück), Quappe, Karpfen oder Zander investiert. Seltene Fischarten wie Mühlkoppen, Steinbeißer oder Neunaugen zeugen von der guten Qualität und der Artenvielfalt, berichtete Ralf Siemer, der Beauftragte für Umwelt- und Naturschutz, der über zahlreiche Gewässerschutzmaßnahmen informierte. Aufwendigstes Projekt sei in diesem Jahr die erfolgreiche Sanierung des Strangmann-Altarms in der Wiekau gewesen. Siemer freute sich aber auch über die erfolgreiche Schul-AG „Gewässerschutz“. Die Hunte-, Haupt- und Realschüler bauen im Altoner Mühlbach Kiesbänke und Strömungslenker ein, pflanzen Erlen und nehmen Gewässeruntersuchungen vor.

Vorstandswahlen standen in diesem Jahr turnusgemäß nicht auf der Tagesordnung. Ein neues Gesicht gibt es aber dennoch in der Vorstandsrunde: Hilmer Bierans übernimmt kommissarisch das Amt des dritten Jugendwartes. Er folgt auf Peter Sperling, der nach über sieben Jahren das Amt aufgab, „weil er als Vater seine eigene Jugendgruppe gegründet hat“, wie Ver-

einschef Pfänder berichtete. Er bedankte sich mit einem Präsent.

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