Verein hat Mietvertrag für Domizil im Gewerbegebiet unterzeichnet/ Gebets- und Freizeiträume geplant

Moslems wollen ab Oktober ihre Halle umbauen

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In dieser Halle wollen die Moslems ihr Kulturzentrum einrichten.

Wildeshausen - Der Mietvertrag ist seit vergangener Woche unterzeichnet. Zum 1. Oktober hofft der Verein Bildung und Sport, dem 30 bis 40 Personen muslimischen Glaubens angehören, eine Gewerbehalle an der Daimlerstraße in Wildeshausen übernehmen zu können. Die Mitglieder wollen die Halle unter der Leitung eines Architekten umbauen, um dort ein Kulturzentrum zu schaffen, in dem die Moslems ihre Freizeit verbringen können und den Kindern Hausaufgabenhilfe gegeben wird. Zudem soll das Kulturzentrum als Gebetshaus dienen. Der Wildeshauser Stadtrat hat zu dem Projekt im Gewerbegebiet sein Einvernehmen erteilt. Noch hat der Vormieter aber die Halle nicht verlassen, sodass die Vereinsmitglieder geduldig auf den 1. Oktober warten müssen, um endlich loslegen zu können.

Seit Jahren suchen die Moslems nach einer geeigneten Unterkunft in Wildeshausen. Pläne, ein Grundstück zu kaufen, hatten sich wegen hoher Kosten zerschlagen. Viele von ihnen wohnen seit 30 Jahren in der Kreisstadt und sind sehr gut integriert.

„Für diese Menschen soll das Kulturzentrum in erster Linie sein“, erklärt der Vereinssprecher Mohamad Fakhro. Bedingt durch den Zuzug einiger Flüchtlinge sei der Wunsch allerdings noch größer geworden, denn im Umkreis von Wildeshausen gibt es bislang keinen Gebetsraum für Moslems.

Rund 150 Bürger muslimischen Glaubens leben derzeit in der Wittekindstadt. Sie kommen aus Pakistan, der Türkei, Albanien, dem Libanon oder sind Kurden. Sie alle wollen ihre Religion leben und die Gelegenheit haben, sich auszutauschen. Dabei ist den Beteiligten Weltoffenheit wichtig. Die Halle würde auch die Möglichkeit bieten, Feste zu veranstalten, ohne dass Nachbarn gestört würden.

dr

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