Verein der Freunde der Diakonie Himmelsthür spendet drei Hochbeete

Salat und Kräuter werden fast täglich geerntet

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Auch Rollstuhlfahrer können die Hochbeete gut erreichen und bewirtschaften. Als Dankeschön für die großzügige Spende bekam die Vorsitzende des Freundevereins, Annette Ueberschär (M.), ein Fotobuch und Kräuterbutter aus der Tagesförderstätte geschenkt. Rechts neben ihr stehen die Gärtnerin Nina Hogeback und Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde.

Wildeshausen - Alles in den Beeten ist genießbar – von Erdbeeren und Salat bis zu den Kräutern. Die Beschäftigten der Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür haben vom Verein der Freunde der Diakonie Himmelsthü, (Freundeverein) drei Hochbeete gespendet bekommen.

Jetzt können sie täglich unter anderem Schnittlauch und Petersilie ernten, Kräuterbutter herstellen oder einen Tee aus Schafgarbe kochen. Das Geld für das Material der Hochbeete, rund 1500 Euro, stamme aus dem Erlös des Freundesmahles Ende vergangenen Jahres, berichtete die Vorsitzende des Vereins, Annette Ueberschär, bei der offiziellen Übergabe.

Gärtnerin und Studentin Nina Hogeback (24), die Tochter von Vorstandsmitglied Helga Hogeback, hatte die Beete in ehrenamtlicher Arbeit gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern der Tagesförderung befüllt und bepflanzt. „Mir war es wichtig, dass sämtliche Pflanzen essbar sind. Es durfte selbstverständlich nichts Giftiges dabei sein“, sagte Hogeback. Die Wildeshauser Firma Scheele spendete die Muttererde.

Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde und Rita Gogolin, Projektleiterin der Tagesförderung, bedankten sich beim Vorstand des Freundevereins und bei Hogeback für die Hochbeete, die so schön anzusehen seien, und für die freundliche Unterstützung der Menschen in der Diakonie Himmelsthür.

Für die Beschäftigten der Tagesförderstätte seien die Hochbeete zu einem Treffpunkt geworden, sagte Mitarbeiterin Brigitta Hohnholz. Sobald sie daran arbeiteten, kämen andere vorbei und schauten ihnen über die Schultern. Sie lernten dabei Neues über Pflanzen und Kräuter, könnten sie berühren und an ihnen schnuppern. Zum Frühstück hätten sie schon Radieschen geerntet. Auch stellten sie handgeschöpftes Papier mit Kräutern her – lauter sichtbare Ergebnisse aus dem Ertrag der Hochbeete.

In der Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür arbeiten 55 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, die nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt werden können. Sie halten sich dort montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr auf. Das Ziel ist, jeden nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu fördern. Laut Überzeugung der Mitarbeitenden der Himmelsthür sind Arbeit und sinnvolle Tätigkeit für alle Menschen gleichermaßen wichtig.

Der Verein der Freunde der Diakonie feiert beim nächsten Freundesmahl am 20. November sein 25-jähriges Bestehen. Aktuell hat er 88 Mitglieder und freut sich stets über Zuwachs. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, Menschen mit Behinderung zu unterstützen und durch gemeinsame Unternehmungen Vorurteile abzubauen. Jedes Jahr finden ein Ausflug und der gemeinsame Besuch des Weihnachtsmarktes statt. Der Verein finanziert auf Antrag auch teilweise einzelne Maßnahmen, zum Beispiel die Anschaffung eines behindertengerechten Dreirads, therapeutisches Reiten und vieles mehr.

wk

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