Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen diskutierte mit Wildeshauser Gymnasiasten über EU

„Verbraucher stellt die Weichen“

Politiklehrer Johann Strudthoff hatte Agrarministerin Astrid Grotelüschen gleich nach ihrer Ernennung eingeladen.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Der Terminkalender von Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen ist schon jetzt randvoll, weil sie auch noch ihre Termine als Bundestagsabgeordnete wahrnimmt. Dennoch sagte sie vergangene Woche einen weiteren Termin am Wildeshauser Gymnasium zu. Hier wollte sie über die Struktur der EU und Landwirtschaftspolitik referieren und mit den 20 Schülern diskutieren.

Viel Zeit zur Vorbereitung hatte die Ahlhornerin nicht. „Es überrollt mich zurzeit etwas“, gestand sie ein. „Am Dienstagmittag wurde ich Ministerin, fünf Minuten später ging es los mit Anfragen und Statements.“ Einen Tag später hatte sie vor dem Landtag eine Rede zum ländlichen Raum zu halten, dann ging es zur Agrarministerkonferenz der Länder nach Plön, wo sie als Sprecherin der CDU-regierten Länder tätig war.

„Eine riesige Herausforderung“, sagt sie. „Aber ich denke, ich kann für unsere Region viel erreichen.“ Und: „Es war ein wahnsinnig tolles Angebot von Ministerpräsident Christian Wulf, dass ich als Ministerin arbeiten darf.“

Dass Entscheidungsfindungen auf EU-Ebene oft viel Zeit und Verhandlungsgeschick erfordern, versuchte sie den Schülern des Politik-Leistungskurses zu verdeutlichen. Sie erklärte, dass es gar nicht so leicht sei, Themen in die politische Beratung zu bringen, da das Initiativrecht dazu nur von Kommission und Parlament wahrgenommen werden könne. Die Staaten und die Bundesländer hätten dann die Möglichkeit, zu Gesetzesentwürfen Stellung zu beziehen. „Das wichtigste ist es, dass man das rechtzeitig macht, weil niemand gerne später zurückrudert.“ Deshalb sei ihr auch Bürgernähe sehr wichtig, um frühzeitig zu erkennen, was zum Beispiel die Landwirte benötigen.

Die Schüler hatten sodann einige kritische Fragen im Gepäck, bei deren Beantwortung sich zeigte, dass sich Grotelüschen noch einiges Fachwissen erarbeiten muss. Zum Thema Gentechnik hat sie eine geteilte Meinung. „Die Lebensmittel sollten auf jeden Fall deklariert werden“, erklärte sie den Schülern. Sie sehe aber, dass es bei den Verbrauchern eher keine Akzeptanz dafür gebe. Die gentechnische Forschung hält sie aber für sinnvoll. „Wir müssen alle Chancen nutzen.“ So zum Beispiel bei Kartoffeln, die wenig Wasser benötigen und in Ländern mit Wasserknappheit angepflanzt werden können. Der Einwand einer Schülerin: „Davon profitieren doch auch nur die großen Konzerne.“ Einigen konnte sich alle Beteiligten aber darauf, dass der bewusste Verbraucher entscheidende Weichenstellungen verursachen kann. Auf die Schülerfrage, wie kleine Landwirte auch in Zukunft unterstützt werden könnten, sagte Grotelüschen ohne zu Zögern: „Indem ihr deren Produkte kauft. “

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Meistgelesene Artikel

Diebe bestehlen Kunden in Supermärkten

Diebe bestehlen Kunden in Supermärkten

Diebe bestehlen Kunden in Supermärkten
Weiterer Sprengversuch in Sandkrug

Weiterer Sprengversuch in Sandkrug

Weiterer Sprengversuch in Sandkrug
Betrunkener Fahrer rast gegen Baum

Betrunkener Fahrer rast gegen Baum

Betrunkener Fahrer rast gegen Baum
Gemeinschaftspraxis im Schafkoben in Wildeshausen eröffnet: Partnerin steigt aus

Gemeinschaftspraxis im Schafkoben in Wildeshausen eröffnet: Partnerin steigt aus

Gemeinschaftspraxis im Schafkoben in Wildeshausen eröffnet: Partnerin steigt aus

Kommentare