Mit dem Frühling wachsen die Probleme

Vandalismus und Müll im Krandel regen Bürger auf

Dieser Anblick bot sich Klaus Leonhards am 1. Mai im Krandel.

Wildeshausen - Eigentlich wollte Klaus Leonhards am 1. Mai mit Hund und Fahrrad einen kleinen Ausflug unternehmen. Bei der Einfahrt in den Krandel in Wildeshausen war er jedoch gleich bedient: Mülltonnen waren aus den Halterungen gerissen, ein Handy lag zerteilt am Boden, und auf den Wegen lag Dreck.

„Es ist nicht das erste Mal, dass es im Krandel so aussieht. Abgelegte Matratzen, kaputte Bier- und Schnapsflaschen sowie aufgerissene gelbe Säcke sehe ich hier immer wieder“, so Leonhards. „Was sind das für Menschen, die dort ihrer Zerstörungswut freien Lauf lassen? Ein Gang durch den Krandel sollte der Erholung dienen. Diese fällt einem aber manchmal schwer.“

Krandelverwalter und VfL-Wittekind-Vorsitzender Wolfgang Sasse kennt das Problem: „Jetzt mit der wärmeren Jahreszeit wird es wieder mehr mit dem Müll“, sagt er. Auf der Skateranlage und dem Bolzplatz versammelten sich viele junge Menschen. „Die bringen sich ihr Essen mit und lassen die Verpackung von den Schnellrestaurants einfach liegen“, hat er festgestellt. Deswegen ist Sasse auch ein wenig vorsichtig, was die Pläne des Jugendparlaments für einen Grillplatz betrifft, die am Mittwoch, 11. Mai, im Rat zur Beschlussfassung anstehen. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, eine Fläche bei der Skateranlage zu pflastern und dort einen Grill aufzustellen, weil das Areal gut zu erreichen ist und dort ohnehin viele junge Menschen sind.

Die Idee an sich findet Sasse gut. „Aber wir müssen das Jugendparlament in die Pflicht nehmen. Da muss jemand die Aufsicht haben und dafür sorgen, dass es immer ordentlich aussieht“, betont der Krandelverwalter und CDU-Fraktionsvorsitzende. Er hat aber nicht nur die jüngeren Leute im Auge. Auch die ältere Generation ist mit Hunden im Krandel unterwegs. „Die lassen die Tiere von der Leine, sobald sie im Wald sind“, so Sasse. Mit den Hinterlassenschaften müssten sich dann die Turnkinder herumschlagen, die dort unter der Leitung von Übungsleiterin Ute Dietz unterwegs seien.

Mitarbeiter des Bauhof der Stadt sind zweimal in der Woche im Krandel, um die Wege und Mülleimer zu kontrollieren. „Wir reparieren, was anfällt und sammeln Müll auf“, so der Leiter Jörg Kramer. Natürlich könne man dort nicht jeden Tag sein. Aber auf der Homepage der Stadt sei es möglich, Verunreinigungen zu melden. „Da kommen wir auch außer der Reihe“, sagt Kramer.

dr

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