Ziel ist der Erhalt historischer Gebäude

UWG: Antrag für Gestaltungssatzung

Die UWG hätte es gerne gesehen, wenn die Häuser am Markt stehenbleiben würden. - Foto: dr

Wildeshausen - Nach wiederholten Diskussionen über den Verlust historischer oder stadtbildprägender Häuser in Wildeshausen, beantragt die UWG-Fraktion jetzt, eine Gestaltungssatzung zur Sicherung des historisch gewachsenen Erscheinungsbildes der Stadt zu entwerfen. Die Satzung sollte sich auf das Gebiet der Innenstadt Wildeshausens sowie die stadtnahen Bereiche Delmenhorster Straße und Ahlhorner Straße erstrecken, heißt es in dem Antrag.

Zur Begründung führt Fraktionsvorsitzender Rainer Kolloge an, dass in den zurückliegenden Jahren, verstärkt noch in den vergangenen Monaten, festzustellen sei, dass in der Wildeshauser Innenstadt alte, das Stadtbild prägende Gebäude abgerissen und durch „neue zumeist nichtssagende Zweckbauten“ ersetzt wurden. „Auf diese Weise wird der historische Kern der Stadt Wildeshausenimmer weiter zerstört“, so Kolloge.

Aktuelles Beispiel seien die alten Gebäude am Marktplatz, die abgerissen werden sollen. Als weitere Beispiele seien das erst vor wenigen Wochen abgerissene Wohnhaus an der Heiligenstraße und mehrere in den vergangenen Jahren entfernte Gebäude an der Westerstraße (unter anderem das historische „Stegemanns Hotel“) und der Huntestraße zu nennen.

„Der Abriss weiterer für das Stadtbild charakteristischer Häuser dürfte in Zukunft zu befürchten sein“, so Kolloge. Nach Ansicht der UWG verliert die Stadt Wildeshausen mit jedem historischen Gebäude einen Teil seiner Identität und ein Stück Aufenthalts- und Lebensqualität. Da an die Stelle der alten Gebäude in der Regel eher langweilige Neubauten träten, werde die Stadt für Besucher und Touristen zunehmend uninteressant.

„Um das historische Erscheinungsbild unserer Stadt zu sichern und den gewachsenen mittelalterlichen Stadtgrundriss zu erhalten, ist es notwendig, eine örtliche Bauvorschrift über die Gestaltung von baulichen und technischen Anlagen in der Stadt zu verabschieden“, so Kolloge.

„Ziel dieser Gestaltungssatzung muss es sein, die baugeschichtlich und städtebaulich wertvollen Gebäude zu sichern und für etwaige Neubauvorhaben gestalterische Vorgaben zu machen, damit eine an das historische Stadtbild angepasste Bebauung erreicht und etwaige bereits eingetretene Verunstaltungen des Stadtbildes langfristig durch eine angepasste Bebauung behoben werden können.“

In sachlicher Hinsicht sollten unter anderem konkrete Anforderungen an die Gebäudegestaltung (Fassade, Materialien, Anstrich, Fenster, Türen, Einfriedungen) sowie an etwaige Werbeanlagen und technische An- und Aufbauten formuliert werden, heißt es weiter. - dr

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