Geschäftsmann legt Rechtsmittel ein

Urteil zu Betrug: Prüfung durch Landgericht

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Wildeshausen - Drei Jahre und vier Monate Haft wegen gewerbsmäßigen Betruges lautete das Urteil gegen einen Wildeshauser Geschäftsmann vor dem Schöffengericht in Wildeshausen. Der Angeklagte hatte sich nach Überzeugung des Gerichtes zwischen 2009 und 2014 in 15 Fällen strafbar gemacht und dabei einen Schaden in Höhe von 124. 164 Euro verursacht.

Wie bereits angekündigt, hat der Mann nun aber Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Die Richterin hat nun fünf Wochen für eine ausführliche Begründung ihres Spruchs, dann werden die Akten an das Landgericht in Oldenburg überstellt, wo der Fall noch einmal mit der Beweisaufnahme startet.

Eine Begründung für die Berufung liegt nach Aussage von Detlev Lauhöfer, Pressesprecher des Amtsgerichtes in Wildeshausen, noch nicht vor. Der Verteidiger hatte jedoch bereits im Gerichtssaal Wert darauf gelegt, dass seinem Mandanten kein Vorsatz unterstellt werden dürfe. Somit plädierte er auf Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von drei Jahren beantragt. Die Anklagevertreterin sprach von „erheblicher krimineller Energie“ bei dem Geschäftsmann. „Sie sind ein typischer Betrüger“, erklärte sie mit Verweis auf zahlreiche Bestellungen von Holzlieferungen bei Sägewerken, von denen die meisten nicht bezahlt wurden. Zudem habe der Mann zwei Rechnungen für die Reparatur seines Autos bei einer Wildeshauser Werkstatt nicht bezahlt. Angesichts von sieben Einträgen im Bundeszentralregister, darunter vorsätzliche Insolvenzverschleppung und Betrug, nannte die Staatsanwältin den Geschäftsmann einen „Bewährungsversager“. Die Richterin und die beiden Schöffen schlossen sich diesem Urteil nicht nur an, sondern erhöhten die beantragte Strafe um vier Monate.

Ob dieses Strafmaß und die Bewertung, dass es sich um vorsätzlichen gewerbsmäßigem Betrug gehandelt hat, rechtmäßig ist, prüft voraussichtlich gegen Ende des Jahres das Oldenburger Landgericht. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft erklärt, dass es Ermittlungen in acht weiteren Fällen gibt. Die Vorwürfe wurden nicht konkret benannt, weil sie noch nicht zur Anklage gebracht wurden. Diese Fälle würden im Normalfall wieder vor dem Wildeshauser Amtsgericht verhandelt werden. 

dr

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